Denn ihr fühlt nicht wie wir: Tagebuch eines Pferdes


Autor: Sandra Schneider
ISBN: 978-3-9816467-1-9
Erschienen: März 2018
Seitenzahl: 200
Preis: 24,90 € [D]
Leseprobe: klick 
 
Reihe: Denn ihr fühlt nicht wie wir
1. Tagebuch eines Pferdes
2. Aus der Dunkelheit ins Licht
 
 
 
 
 
 
 
 
Inhalt
Die bekannte Pferdetrainerin Sandra Schneider erzählt die Geschichte der kleinen Stute Honey. Das Besondere: Sie lässt das Pferd zu Wort kommen. Einfühlsam und ergreifend erschafft sie so für den Leser eine Chance, die Welt aus Sicht des Vierbeiners zu betrachten und zu erleben. Wie prägend Lebensereignisse und die Beziehungen zum Menschen für die Entwicklung eines Pferdes sind, wird durch den Erfahrungsbericht der Stute auf nachdrückliche und zugleich sensible Weise deutlich. 
Der Autorin gelingt es durch ihre schonungslose Ehrlichkeit einen Einblick in die Seele dieser faszinierenden Tiere zu gestatten. Mit ihren Worten regt sie zum Um- und Nachdenken an und hält nach jedem Kapitel Rückschau auf ihre jahrelange Erfahrung mit Pferden und deren Besitzern.
 
Erster Satz
Es war der Tag, an dem die ersten großen Vogelschwärme über uns hinwegzogen.
 
Cover
Auf dem Cover ist Sandra Schneider mit einem Fohlen abgebildet. Das kleine Licht unter ihrer Hand scheint einen kleinen Hoffnungsschimmer in der düsteren Welt des Pferdes Honey darzustellen. Das Cover passt perfekt zum Inhalt des Buches, ist schlicht und trotzdem schön.
 
Meinung
Denn ihr fühlt nicht wie wir: Tagebuch eines Pferdes ist das erste Buch das ich von Sandra Schneider gelesen habe. Vor einigen Jahren habe ich sie bei den Pferdeprofis gesehen und danach von Zeit zu Zeit bei Instagram oder Facebook verfolgt. Dementsprechend hoch war meine Erwartung an dieses Buch. Der Schreibstil ist flüssig und locker. Erzählt wird die Geschichte aus der Sich des Pferdes Honey.
 
Am Anfang jedes Kapitels gibt es eine Illustration und ein passendes Zitat, was mir gefallen hat. Außerdem wird die Geschichte von vielen Fotografien begleitet. Diese sind nicht durchgängig vom gleichen Pferd, sondern wechseln. Sicher ist dieses Buch nicht das einzige Buch das aus Sicht eines Pferdes geschrieben wurde, aber es ist das Erste dieser Art, das ich gelesen habe und ich fand es sehr interessant.
 
In diesem Buch begleiten wir das Fohlen Honey vom glücklichen Fohlenleben bei seiner Mutter auf der Koppel, über viele Schicksalsschläge bis hin zum Händler und Schlachter. Es ist eine bedrückende Achterbahnfahrt der Gefühle. Bis zum Ende gibt kein Hoffnungsschimmer und man zweifelt das ganze Buch über an der Menschlichkeit der teilnehmendes Charaktere. Es ist kein Buch für trübe Tage, dafür ist es aber sehr bewegend.
 
Zum Glück ergeht es nicht jedem Pferd so wie Honey, aber mit Sicherheit gibt es einige Fälle davon. Am Häufigsten werden nicht alle Missstände auf einmal anzutreffen sein sondern nur einzelne, was natürlich trotzdem nicht gut ist. Gefallen hat mir das es nach jedem Kapitel eine Erklärung von Sandra Schneider gibt, wie der Umgang richtig wäre. So habe ich in diesem Buch auch neues dazugelernt. Außerdem war ich beim Lesen gespannt darauf wie es mit Honey weiter geht und ob am Ende ein Happy End auf sie wartet.
 
Fazit
Denn ihr fühlt nicht wie wir: Tagebuch eines Pferdes von Sandra Schneider ist ein Buch das zum Nachdenken anregt und sicher die ein oder andere neue Information zum Verhalten der Pferde vermitteln kann. Es ist eine sehr bedrückende Geschichte des Pferdes Honey da viele Missstände aufgeklärt werden und so empfehle ich es nicht für Leseabende an denen man etwas Leichtes für das Gemüt braucht. Ich vergebe 5 von 5 Bücher und bin schon gespannt aus den zweiten Band.