Posts mit dem Label Sachbuch werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Sachbuch werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Dann press doch selber, Frau Dokta!



Autor: Josephine Chaos
Verlag: Fischer
ISBN: 978-3-596-19634-0
Erschienen: März 2013
Seitenzahl: 256
Preis: 9,99€ [D]
Leseprobe: klick











Inhalt
Als Frauenärztin schon wieder ungeplant schwanger?! Eine wahre Geschichte, noch lustiger als die Schwarzwaldklinik …

»Ich schwöre: Ich bin lieb! Wirklich! Aber mit Nierenschalen zu werfen – das geht dann doch ein bisschen zu weit. Also schrei ich: ›Frau Pharma? FRAU PHARMA! Es reicht jetzt! Pressen Sie mal, statt hier so rumzufurien!‹ Frau Pharma ist das aber so was von egal!
›Ich press nich mehr, Frau Dokta! Ich will JETZT ´nen Kaiserschnitt! Abba sofoooort!‹
Dann wirft sie mir noch eine ganze Batterie an Schimpfwörtern an den Kopf, deren Bedeutung ich erst googlen muss, bevor sie – und JETZT wird es lustig – einfach aufsteht und davonstürmt …«

Ärzte sind auch nur Kollegen im Kittel: Erleben Sie die Klinik als verrücktes Großraumbüro mit strengen Oberschwestern, attraktiven Chefärzten und vielen tollen Geburten!

Quelle: Fischer Verlage

Erster Satz
Es gibt Momente im Leben, die sind einzigartig!

Cover
Das Cover gefällt mir richtig gut. Darauf ist eine schwangere Frau  im Arztkittel abgebildet. Sie hat sechs Arme und mit jeder Hand macht sie etwas anderes. Dieses Bild passt sehr gut zu Frau Chaos, denn ich hatte beim Lesen das Gefühl das diese Frau alles auf einmal kann.

Meinung
Der Klappentext von Dann press doch selber, Frau Dokta! hört sich sehr lustig an und hat mich damit auch neugierig auf das Buch gemacht. Ich hätte allerdings nicht gedacht dass mir das Buch so gut gefallen wird, denn ich habe ehrlich gesagt befürchtet das der Inhalt des Buches über den Klinikalltag usw. etwas langweilig wird. Dieses Buch konnte mich allerdings überzeugen. Es ist spritzig, frisch, witzig und zum Schluss habe ich sogar ein bisschen mitgefiebert.

Der Schreibstil ist sehr erfrischend und auch flüssig zu lesen. Das Buch ist in neun Hauptkapitel aufgeteilt. Diese Kapitel stehen jeweils für die neun Schwangerschaftsmonat, denn Josephine Chaos ist ja schwanger. Die neun Kapitel sind dann auch noch in mehrere kleine Abschnitte unterteilt, das mir sehr gefallen hat und die Kapitelüberschriften sind immer passend und witzig.

Josephine Chaos ist Gynäkologin in einem Krankenhaus und ist überwiegend im Kreissaal tätig. An den vielen Entbindungen lässt sie die Leser teilhaben und das auf eine so sympathische und witzige Art, dass das Lesen richtig Spaß macht. Jede Patientin in der Geschichte bekommt einen Namen, der so kurios aber auch passend wie Frau Chaos ist. Frau Chaos macht ihren Namen nämlich alle Ehre. Sie scheint das Chaos magisch anzuziehen, meistert zum Schluss aber alles souverän.

Am besten an der Geschichte ist natürlich das Josephine Chaos auch schwanger ist. So erzählt sie nicht nur von den vielen Geburten sondern auch von den Unannehmlichkeiten einer Schwangeren, angefangen von: "Wie beichte ich meinem Mann das ich wieder schwanger bin?", bis zu den Wehen. Das Baby das sie erwartet, ist schon das vierte in der Familie Chaos, denn drei Chaoskinder gibt es schon. Auch von ihrer Familie erfährt man keine richtigen Namen. Ihren Mann nennt sie immer nur liebevoll Herr Chaos und auch ihre Kinder werden beispielsweise Kind mittel weiblich genannt, was natürlich auch wieder den gewissen Charme dieses Buches ausmacht.

Josephine Chaos ist eine sympathische Hauptcharakterin und scheint eine tolle Gynäkologin zu sein, bei der man sich einfach wohl fühlen muss. Ich kann das Buch auf jeden Fall weiterempfehlen. Es ist nicht nur etwas für werdende Mütter oder die, die es schon sind, sondern für alle anderen auch.

Fazit
Dann press doch selber, Frau Dokta! konnte mich sehr gut unterhalten und ich hoffe dass es irgendwann noch ein Buch von Frau Chaos geben wird. Nachdem ich von dem Buch so geschwärmt habe vergebe ich natürlich 5 von 5 Bücher.



Borderline - Ein Jahr mit ohne Lola




Autor: Agneta Melzer
Verlag: Schwarzkopf & Schwarzkopf
ISBN: 978-3-86265-167-2
Erschienen: Oktober 2012
Seitenzahl: 288
Preis: 9,95€ [D]
Leseprobe: klick










Inhalt
Agnetas beste Freundin Lola wirkt wie ein lebensfroher Mensch, der am Wochenende auf jeder Party dabei ist. Doch was viele nicht wissen: Am Montag liegt Lola im Bett und kann nicht aufstehen. Wenn das Telefon klingelt, nimmt sie nicht ab. Der Weg zum Supermarkt wird zur Tagesaufgabe. Lola ist Borderlinerin, doch das weiß sie noch nicht. Und während sie sich durch den Alltag schleppt, ringt Agneta mit sich: Kann man mit jemandem befreundet sein, der in den wichtigen Momenten des Lebens einfach nicht für einen da ist?

In Borderline – Ein Jahr mit ohne Lola erzählt Agneta Melzer vom Kampf um eine Freundschaft, die von einer psychischen Krankheit überschattet wird. Durch die zwei fiktionalisierten Erzählperspektiven erlebt der Leser sowohl Lolas Kollision mit sich selbst und den Erwartungen ihrer Mitmenschen als auch Agnetas Zerrissenheit: Ist ihre Freundin krank oder einfach nur unzuverlässig? Als Lola den nächsten schlimmen Schub hat, droht die Beziehung der Freundinnen zu zerbrechen.

Quelle: Schwarzkopf & Schwarzkopf

Erster Satz
Die ist doch nicht wirklich krank, sondern will sich nur in den Mittelpunkt stellen.

Cover
Das Cover ist düster und passt super zu Geschichte. Auf der Bank sieht man rechts ganz klar und deutlich Agneta und links verschwommen ihre Freundin Lola. Die Idee finde ich sehr gut und schon an der Haltung der beiden Freundinnen ist auszumachen wer davon Lola ist.

Meinung
In dem Buch geht es, wie der Titel schon verrät, um Lola, die eine Borderlinestörung hat. Die Idee von Agneta Melzer, diese Geschichte aus der Sicht von Lola und ihrer besten Freundin zu erzählen, finde ich richtig gut, denn schließlich wirkt sich so eine Borderlinestörung nicht nur auf das eigene Leben aus, sondern auch auf das soziale Umfeld. Der Schreibstil ist locker und leicht zu lesen. Toll fand ich das vor jedem Kapitel das Bild von der Bank zusammen mit den beiden Freundinnen abgebildet ist, denn aus diesem Bild entnimmt man dann aus welcher Sichtweise das nächste Kapitel erzählt wird. So werden Missverständnisse gleich vermieden.

Lola, die Hauptprotagonistin, stolpert von einem Gefühlschaos in das Nächste. Gleich am Anfang erfährt der Leser von Lolas Leben, in dem es bis jetzt schon viele Stolperfallen gab. Als sie anfing zu studieren wurden bei ihr Depressionen diagnostiziert, woraufhin sie sich auf einer kleineren Uni angemeldet hat, in der sie dann auch besser zurechtkam. Das Studium hat Lola nun erfolgreich beendet. Aber was kommt danach? Für Lola anscheinend ein Leben, das ihr viel zu viel abverlangt. Sie kann sich zu nichts aufraffen, ihr fällt es schwer soziale Kontakte zu pflegen und nicht mal bei ihrer besten Freundin meldet sie sich mehr. Ihr wird alles zu viel und als sie sich dann noch Hals über Kopf verliebt, verliert sie völlig den Boden unter den Füßen.

Lolas beste Freundin, Agneta, erlebt das ganze natürlich hautnah mit. Sie kennt Lola als lebenslustige Freundin, deren Gefühle aber auch schnell umschwenken können. Agneta hatte immer viel Verständnis für Lola, doch nun häufen sich die Vorfälle die Agneta an ihrer Freundschaft zu Lola zweifeln lassen. Natürlich weiß sie das Lola krank ist, aber trotzdem ist sie oft ziemlich sauer und enttäuscht von ihr. Agneta macht sich die ganze Zeit Sorgen um Lola und diese meldet sich nicht mal mehr bei Agneta.

Beide Seiten dieser Freundschaft sind sehr gut nachzuvollziehen. Es gibt in der Geschichte Stellen zum lachen, aber auch zum weinen. Besonders interessant fand ich dieses Geschichte weil es in meinem Bekanntenkreis auch jemanden mit Depressionen gibt, bei dem manchmal ziemlich schwer fällt wieder einmal Verständnis dafür zu haben. Denn auch wenn man weiß das die Person krank ist, ist man oft sehr enttäuscht von ihr. Deswegen fand ich es wirklich toll dass die Geschichte aus beiden Perspektiven erzählt wird.

In dem Buch erfährt man wie jemand, der an einer Borderlinestörung leidet, mit seinem Alltag umgeht und wie Freunde und Familie wiederum mit ihm umgehen. Natürlich ist das Buch kein Ratgeber und sicherlich muss Lola auch über das Ende dieser Geschichte hinaus ihre Krankheit weiterbekämpfen, aber trotzdem ist es vielleicht für Borderliner und seine Angehörigen ein kleiner Hoffnungschimmer.

Fazit
In dem Buch lernt man viel über die Krankheit Borderline und erfährt wie Betroffene ihren Alltag bewerkstelligen. Die Freundschaft zwischen Lola und Agneta steht dabei im Vordergrund und wird sehr herzlich beschrieben. Ich habe nichts an dem Buch auszusetzen und vergebe 5 von 5 Bücher.



Jeder Hund kann gehorchen lernen



Autor: Dirk Lenzen
Verlag: mvg
ISBN: 978-3-86882-274-8
Erschienen: Oktober 2012
Seitenzahl: 208
Preis: 16,99€ [D]
Leseprobe: klick











Inhalt

Sie wollen einen Hund, der auch in schwierigen Situationen folgt? Dann ist der Ansatz von Hundetrainer Dirk Lenzen genau das Richtige für Sie!
Denn er hält die weit verbreitete Hundeerziehung mithilfe von Bestechung durch Leckerchen nicht nur für oberflächlich, sondern sogar für gefährlich. Warum? Sie untergräbt das Grundprinzip der Hundeerziehung, die Autorität des Menschen als „Rudelführer“. Kein ernstzunehmender Leithund würde jemals freiwillig seine Beute aufgeben.
Dieser fundamentalen Tatsache trägt Dirk Lenzen in seiner Hundeerziehung Rechnung. Anhand von praxisnahen und nachvollziehbaren Fallgeschichten aus seinem Alltag als Problemhundetrainer räumt Dirk Lenzen mit klassischen Mythen, Märchen und Irrtümern der Hundeerziehung auf. Er orientiert sich stattdessen konsequent an der Frage „Wie würde Hund mit Hund umgehen?“. Dazu gibt er wertvolle Tipps, wie jeder Hundebesitzer gewaltfrei und ohne ständige Leckerchen-Bestechung eine tiefe Bindung zu seinem Hund aufbauen kann.
Quelle: mvg

Cover
Das Cover gefällt mir so schlicht und einfach richtig gut. Der Titel und somit das Wichtigste wird durch das Rot hervorgehoben.

Meinung
Als ich mir den Klappentext des Buches durchgelesen habe wusste ich gleich dass ich das Buch unbedingt lesen muss. Als Hundebesitzerin ist mir vor allem eine gewalltfreie Erziehung wichtig und genau das erklärt Dirk Lenzen in diesem Buch. Zu dem auch noch Leckerchenfrei. Leckerchenfrei habe ich bis jetzt von noch keinem Hundetrainer gehört und genau das hat mich so neugierig auf das Buch gemacht.

Bevor ich dieses Buch angefangen zu habe zu lesen habe ich mir die Kundenrezensionen auf Amazon dazu durchgelesen. Danach war ich ein kleines bisschen geschockt da es dort einige negative Meinungen gibt, die das Thema Gewalt betreffen. Diese Meinungen kann ich nachdem ich das Buch nun gelesen habe nicht ganz nachvollziehen. In dem Buch gibt es einige Abbildungen von Hunden sowie von Hundespielzeug usw., die im Laufe der Buches der Verdeutlichung dienen sollen. Darunter befindet sich auch ein Stachelhalsband. Dirk Lenzen erklärt auch die Anwendung dieses Halsbandes aber eben nur für spezielle Härtefälle und diese gibt es auf jeden Fall. Außerdem betont er auch mehrmals das dieses Halsband nur in Expertenhände gehört und auch nur für kurze Zeit benutzt werden sollte. Natürlich finde ich die Vorstellung so ein Halsband zu benutzen auch schrecklich aber wer ein einigermaßen erzogenen Hund hat muss sich darum sowieso keine Sorgen machen.

Dirk Lenzen erklärt in diesem Buch wie man seinen Hund mit positiver Bestärkung und ohne Leckerchen erziehen kann. In dem Buch kann man so einiges über die Verhaltensweise der Hunde lernen. Er klärt über viele Irrtümer auf. So versucht er zum Beispiel zu vermitteln wie es auf einen Hund wirkt wenn Herrchen und Frauchen vor der Hundenase mit einem Leckerchenbeutel herumwedeln und wie der Hund dann auch noch ein Leckerchen daraus bekommt. Denn der Ranghöhere in einem Rudel würde niemals sein Futter freiwillig abgeben. Diese kleinen Dinge machen in der Hundeerziehung wirklich viel aus. Deshalb soll man seinen Hund ohne Leckerchen erziehen. Auf die Grundkommandos sollte der Hund auf jeden Fall ohne Leckerchen hören und mal ganz ehrlich: Wer von uns Hundebesitzern will denn das sein Hund ihm nur folgt weil es ein Leckerchen geben könnte. Der Hund sollte uns doch folgen weil er uns vertraut.

Etwas in dem Buch das mir noch gut gefallen hat war das Thema die Vermenschlichung von Hunden. Auch hier deckt Lenzen wieder einige Phänomene auf. Ein Hund kann nicht zickig oder beleidigt sein. Weil wir Menschen das aber oft denken verstehen auch unsere Hunde uns oft falsch. Wir vermenschlichen unsere Hunde einfach oft viel zu sehr und ich muss ja zugeben dass ich das auch viel zu oft mache, aber ich gelobe Besserung. ;) Am Ende des Buches erzählt Dirk Lenzen noch von seinen Hunden und deren Filmkarriere. Die Hunde von ihm sind wirklich niedlich und man lernt sie ein bisschen kennen. Dieser letzte Abschnitt im Buch lässt Dirk Lenzen irgendwie gleich noch sympathischer wirken.

Fazit
Aus dem Buch Jeder Hund kann gehorchen lernen kann man sehr viel über Leckerchenfreie Erziehung lernen und vielleicht hilft es dem ein oder anderen, danach sein Hund etwas besser zu verstehen. Von mir gibt es 5 von 5 Bücher.





Vom Glück mit Büchern zu leben


Autor: Stefanie von Wietersheim, Claudia von Boch
Verlag: Callwey
ISBN: 978-3-7667-1934-8
Erschienen: September 2012
Größe: 21,5 x 28 cm
Seitenzahl: 200
Preis: 29,95€ [D]
Buch kaufen: klick
Leseprobe: klick






Klappentext
Zeige mir was Du liest und ich sage Dir, wer Du bist.
Bestsellerautorin Stefanie von Wietersheim besuchte 20 Persönlichkeiten, u.a. Prominente wie Gourmetkritiker und Autor Wolfram Siebeck, Bestsellerautorin Ildiko von Kürthy, Galeristin Blanca Bernheimer und noch viele weitere und erfuhr in vertrauten Gesprächen, was für eine Rolle Bücher in deren Leben spielen. Es entstanden intime Porträts, detailliert beschrieben und mit vielen Zitaten angereichert, die zum Teil tief ins Innere der Personen blicken lassen. Fotografin Claudia von Boch hielt die persönlichen Räumlichkeiten in ausdrucksstarken Bildern fest.
Quelle: Callwey

Erster Satz
Wo Bücher wohnen, das ist Leben, Freiheit, Farbe und Fantasie.

Cover
Auf diesem schönen Hardcoverbuch sieht man Vitalie Taittinger wie sie ein Buch liest. Die Aufmachung des Buches gefällt mir und auch ohne Schutzumschlag sieht es richtig gut aus.



Meinung
Als ich gesehen habe das es diesen schicken Bildband vom Callwey Verlag bei Blogg dein Buch angeboten wird musste ich mich sofort bewerben und ich hatte Glück. Ich habe mich so auf das Buch gefreut und wurde auch nicht enttäuscht. In der Einleitung wird ersteinmal beschrieben was ein Leben mit Büchern bedeutet. In dem Buch sollen nicht einfach nur riesige Bibliotheken vorgestellt werden sondern es soll zeigen wie Menschen mit Büchern leben und genau das bringen Bild und Text auch perfekt rüber.

Besucht werden zwanzig bekannte Personen, von denen ich ehrlich gesagt auf Anhieb nur zwei gekannt habe. Dieses zwei sind Ildikó von Kürthy und Barbara Schöneberger. Auf diese zwei war ich auch dementsprechend neugierig. Man bekommt Einsicht wie Ildikó von Kürthy mit ihren Büchern lebt, wo ihre Bücher untergebracht sind, was ihre Lieblingsbücher sind und wo sie arbeitet. Ein wirklich gelungener Bericht und sehr schöne Bilder. Der Bericht von Barbara Schöneberger, auf den ich mich auch sehr gefreut habe ist mit seinen sechs Seiten im Gegensatz zu den anderen Vorstellungen ziemlich kurz geraten und hätte meiner Meinung nach gerne noch ein paar Seiten länger sein können. Barbara Schöneberger hat ein riesiges Bücherregal und natürlich auch die passende Leiter um an die obersten Fächer zu gelangen. Auch hier gibt es eindrucksvolle Bilder.

Die Person von der ich nach diesem Fotoband richtig begeistert war und deren Portrait ich mir zum Schluss gleich nochmal angeguckt habe ist Regina Moths. Sie ist Buchhändlerin und ihre Bibliothek kann sich wirklich sehen lassen. Sie "LEBT" wirklich mit Büchern. Inmitten eines großen Raumes, dessen Wände mit Bücherregalen bis zur Decke vollgestellt sind steht in der Mitte eine Bettinsel, die durch eine halbhohe Wand von dem Zimmer getrennt ist, über die man aber auch einfach klettern kann. So etwas habe ich wirklich noch nie gesehen.
Eine Persönlichkeit die ich auch nicht unerwähnt lassen will ist Felicitas von Lovenberg. Sie ist Literaturkritikerin der FAZ. Auch von ihrem Portrait war ich richtig begeistert. .

Über jede dieser Persönlichkeiten gibt es Bilder und man sieht wie ihre Bücher untergebracht wurden, welche Vorlieben jeder hat, wie jeder zum lesen gekommen ist und noch viel mehr. Der Text zu den Bildern ist immer passend und spricht jedem Buchliebhaber aus dem Herzen. Etwas das mir noch sehr gefallen hat ist dass zum Abschluss jeder Person die gleichen Fragen gestellt wurden wie zum Beispiel: Mein erster schönster Satz, ein Klassiker der mich zu Tode langweilt, auf meinem Nachttisch liegt. Eine wirklich gute Idee

Fazit
Ein wunderschöner Bildband der ein Bücherherz höher schlagen lässt. Diese Buch muss man genießen und das habe ich ich auch. Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung und deshalb vergebe ich natürlich 5 von 5 Bücher.




Vielen Dank für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars an
 

 

Wir Halbgötter: Bekenntnisse einer Chirurgin



Autor: Gabriel Weston
Verlag: rororo
ISBN: 978-3-499-62727-9
Erschienen: Juli 2012
Seitenzahl: 208
Preis: 8,99
Leseprobe: klick







Inhalt
Im OP geht es um Leben und Tod – und alles andere, was zum Menschsein gehört: Wie ist es, als Chirurgin für das Leben eines anderen Menschen verantwortlich zu sein? Wie fühlt es sich an, einen Körper aufzuschneiden? Wie sagt man einem gutaussehenden jungen Mann, dass er nur noch ein paar Tage zu leben hat? Gabriel Weston erzählt scharf beobachtete Episoden aus ihren ersten Berufsjahren als Chirurgin in einem Krankenhaus. Eine starke Frauenstimme und ein berührendes Buch über das Kranksein, die Schönheit und die Flüchtigkeit des Lebens.
Quelle: Rowohlt

Erster Satz
Gleich werde ich ohnmächtig.

Cover
Ich finde das Cover zwar nicht sehr schön dafür passt es aber auf dem Punkt genau zum Inhalt. Auch die Farben sind dazu passend gewählt.


Meinung
Dieses Buch habe ich überraschenderweise vom Rowohlt Verlag zugeschickt bekommen. Nachdem ich mit den Klappentext durchgelesen habe wurde das Buch erstmal weit nach hinten in mein Bücherregal gestellt. Irgendwann habe ich es aber dann doch einfach angefangen zu lesen und ich muss ehrlich zugeben dass es viel besser war als ich erwartet habe. Der Schreibstil von Gabriel Weston hat mir gefallen. Die Kapitel sind in verschiedene Themen aufgeteilt und so kann man das Buch zwischendurch auch mal zur Seite legen.

Gabriel Weston schreibt in dem Buch über denn Alltag einer Chirurgin, die noch ganz am Anfang steht. Sie beschreibt wie schwer es am Anfang ist, die nötige Distanz zu einem Patienten zu wahren obwohl man sich vielleicht doch ein bisschen mehr zu ihm hingezogen fühlt. Dies sollte natürlich vermieden werden, denn um so schwieriger wird die Sache wenn er nicht mehr lange zu leben hat.

In dem Buch Wir Halbgötter erfährt man viel über den Krankenhausalltag. Wie aufregend es in der Notaufnahme werden kann, wie schwierig es ist mit verschiedenen Menschentypen klarzukommen und wie schwer es ist sich als Frau in so einem Beruf durchzusetzen. Nicht selten kommt es vor das Ärzte mit ihren vielen spektakulären OP`s prahlen und darüber ganz vergessen was eigentlich das beste für den Patienten ist. Auch zu diesem Thema nimmt Gabriel Weston Bezug. Sie erklärt aus der Sicht des Chirurgen, bei dem es um Anerkennung geht, gibt einem aber auch das Gefühl wie schlimm das für den Patienten sein kann. Mit am schlimmsten fand ich aber als aufgrund ärztliches Versagens der Patient gestorben ist weil der Arzt die Beschwerden nicht für voll genommen hat. Das ist natürlich für beide Parteien eine schwierige Situation und es ist nicht so einfach damit umzugehen. All das und noch viel mehr erzählt Gabriel Weston in ihrem Buch.

Etwas das mir in dem Buch nicht so gut gefallen hat ist dass man sich oft im Operationsaal wieder findet und alles manchmal so Detailgenau beschrieben wird dass es mir durch die vielen Fachbegriffe schon wieder langweilig geworden ist. Einige Fachbegriffe werden im Buch schön erklärt aber viele eben auch nicht und das stoppt für jemanden wie mich, der davon keine Ahnung hat, natürlich den Lesefluss. Leser, die in dem Beruf tätig sind oder sich sehr für das Thema interessieren, werden mit dem Buch auf jeden Fall ihre Freude haben.

Fazit
Ein Buch für zwischendurch das ab und zu auch mal etwas trocken sein kann und das einen hinter die Kulissen einer angehenden Chirurgin blicken lässt. Da das Thema an sich aber schon nicht ganz meinem Geschmack getroffen hat vergebe ich dem Buch 3 von 5 Bücher.



Der siebte Sinn der Tiere






Autor: Rupert Sheldrake
Verlag: Scherz
ISBN: 978-3-502-15190-6
Erschienen: Februar 2012
Seitenzahl: 448










"Warum Ihre Katze weiß, wann Sie nach Hause kommen und andere bisher unerklärte Fähigkeiten der Tiere"


Klappentext
Tiere verfügen über Fähigkeiten, die uns immer wieder erstaunen: Viele Hunde und Katzen ahnen, das ihr Besitzer nach Hause kommt; andere spüren, wenn ihrem Menschen etwas zustößt. Manche Tiere legen unglaubliche Distanzen zurück, um nach Hause zu finden. Einige merken intuitiv, wenn sie zum Tierarzt sollen, manche können Katastrophen wie z.B. Erdbeben im Voraus spüren. Rupert Sheldrake untersucht dieses Phänomen, das uns zwar auf Schritt und Tritt begegnet, dass aber dennoch unerklärich scheint.

Inhalt
Rupert Sheldrake untersucht verschiedene Phänomene wie zum Beispiel warum Tiere im Voraus spüren wann sich Naturkatastrophen ereignen aufzuklären. Er ist der Meinung das Mensch und Tier ein unsichtbares Band verbindet, so genannte morphische Felder. Mit diesen Feldern können eine Menge Kräfte von Tieren erklärt werden.

"Diese Verbindung , die wie unsichtbare Gummibänder wirken, liegen auch dem Orientierungssinn zugrunde, der es Tieren und Menschen ermöglicht, einander zu finden."

Außerdem versucht er zu erklären wie es sein kann das Tiere Epileptiker vor Anfällen warnen können. Sie wissen wann Leute unterzuckert sind und wecken ihr Herrchen in der Nacht wenn er schläft bevor er in ein Koma fällt. Tiere ahnen bevor jemand stirbt und können verschiedene Krebsarten erriechen, wie zum Beispiel Blasenkrebs. Außerdem sollen Hunde im Krieg ihre Familie schon immer im Voraus vor Bombenangriffen gewarnt haben.

In dem Buch gibt es viele Alltagsgeschichten von verschiedenen Leuten wie zum Beispiel diese:

Antonia Brown-Griffin aus Kent erleidet bis zu zwölf stärkere Anfälle pro Woche und war deshalb ans Haus gefesselt, bis sie einen Rettungshund namens Rupert annahm, der ihre lebenswichtige Verbindung zur Außenwelt geworden ist:
"Er kann bis zu fünfzig Minuten vorher spüren, dass ich einen Anfall haben werde, und tippt mich zweimal mit der Pfote an, was mir Zeit lässt, mich irgendwo in Sicherheit zu bringen. Er kann auch einen Knopf auf meinem Telefon drücken und bellen, wenn am anderen Ende abgehoben wird, um Hilfe herbeizurufen, und wenn er meint, dass ich einen Anfall haben werde, während ich in der Badewanne bin, zieht er den Stöpsel heraus. Ein Leben ohne ihn kann ich mir einfach nicht mehr vorstellen."

Was Hunde alles erahnen können und wozu sie uns eigentlich alles von nutzen sein könnten ist leider noch nicht richtig erforscht da es zu viele Skeptiker gibt die solchen paranormalen Sachen keinen Glauben schenken.

Meinung
Als ich den Klappentext gelesen habe dachte ich sofort: Das Buch muss ich haben. Rupert Sheldrake erklärt die Dinge in diesen Buch sehr gut, so das man auch alles nachvollziehen kann. Ich fand viele Sachen sehr interessant. Leider gab es zwischendurch aber auch Kapitel die mich nicht so angesprochen haben, dort ging es dann zum Beispiel um Vögel, Fische oder Ameisen.
Wen das Thema interessiert dem kann ich das Buch aber trotzdem empfehlen. Von mir gibt es 4 von 5 Bücher.