Posts mit dem Label Roman werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Roman werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Monsieur Thomas und das Geschenk der Liebe



Autor: Gilles Legardinier
Verlag: Goldmann
ISBN: 978-3-442-48531-4
Erschienen: März 2017
Seitenzahl: 448
Preis: 9,99€ [D]
Leseprobe: klick











Inhalt
Als der Arzt Thomas Sellac erfährt, dass er eine inzwischen 20-jährige Tochter hat, fällt er aus allen Wolken. Wie soll er Emma nach so langer Zeit ein guter Vater sein? Hals über Kopf kehrt er in seine Pariser Heimat zurück und nimmt einen Posten an, den keiner haben will, um in Emmas Nähe zu leben: Er wird Direktor eines kleinen Altenheims mit nur fünf schrulligen Bewohnern und der wunderbaren Krankenschwester Pauline. Doch die älteren Herrschaften stellen sich als Glücksfall heraus – denn schnell kommen sie hinter das Geheimnis ihres liebenswürdigen Leiters und tun daraufhin ihr Möglichstes, um Vater und Tochter zu vereinen ...
Quelle: Goldmann

Erster Satz 
Es war dunkel und ein wenig frisch.

Cover
Das Cover ist hübsch gestaltet und wirkt niedlich, was mir gefällt und passt gut zu den anderen Büchern die schon von dem Autor erschienen sind.

Meinung
Monsieur Thomas und das Geschenk der Liebe von Gilles Legardinier ist das erste Buch das ich von diesem Autor gelesen habe, obwohl schon einige von ihm erschienen sind. Die vielen positiven Bewertungen seiner Bücher haben mein Interesse an dem Roman geweckt. Der Schreibstil ist locker und flüssig. Erzählt wird aus Sicht von Monsieur Thomas und obwohl ich lieber Bücher lese, die von einer weiblichen Hauptprotagonistin erzählt werden, hat mir das bei diesem Buch gefallen.

Thomas Sellac ist der Hauptprotagonist und ein herzensguter Mensch. Zwischendurch habe ich mich gefragt ob es wirklich noch solche Menschen wie Thomas gibt, die so warmherzig sind und bereitwillig alles geben um anderen etwas Gutes zu tun beziehungsweise ein besseres Leben zu ermöglichen. Thomas handelt immer mit seinem Herzen und konnte mich damit auch immer wieder beeindrucken.

Als Thomas erfährt dass er eine zwanzigjährige Tochter hat, zieht er wieder in seine alte Heimst zurück und nimmt dort eine Stelle als Direktor in einem sehr skurrilen Altenheim an. Dort gibt es fünf Bewohner und eine Schwester die sich um alles kümmert. Das Leben in diesem Altenheim ist schon sehr merkwürdig und die Charaktere sind skurril komisch aber gut ausgearbeitet. Am Anfang hat es mir an diesem Ort und die Leute dort überhaupt nicht gefallen, aber nach und nach bin ich mit ihnen warm geworden und diese alten Leutchen sorgen in dem Buch öfter mal für einen Lacher.

In dem Altenheim lernt er auch Krankenschwester Pauline kennen. Sofort ist klar dass es zwischen den Beiden funken könnte. Es gibt am Ende sogar ein Happy End, doch leider sind die Zwei mir in dem Buch viel zu kurz gekommen. Ich fand das sehr schade da ich endlich mal auf eine Liebesbeziehung mit viel Tiefgang gehofft habe und keine von denen sie es in zahlreichen Romanen gibt, bei denen man sich öfter fragt wo die Liebe zwischen den Beiden denn nun so plötzlich her kommt.

Das Hauptaugenmerk liegt natürlich auf der Beziehung zwischen Vater und Tochter, zwischen Thomas und Emma. Ich fand es anfangs doch sehr merkwürdig wie Thomas an die ganze Sache rangegangen ist. Er beschattet seine Tochter und verfolgt sie, lauert ihr heimlich auf um sie zu sehen und sie heimlich zu beobachten. So erhofft er sich sie kennenzulernen ohne direkten Kontakt. Auf diese Idee muss man erstmal kommen. Dass das Ganze irgendwann nach hinten los geht ist klar.

Das Buch hat viele merkwürdige und skurrile Handlungen mit denen ich erst warm werden musste. Die Charaktere sind sehr gut ausgearbeitet und es gibt viel Tiefgang, Gefühle und viel Herzlichkeit. Die Reaktionen von Thomas und auch von Emma konnte ich nicht immer nachvollziehen, waren aber trotzdem in Ordnung für mich. 

Die Kapitel in dem Buch sind sehr kurz gehalten, nicht selten kommt es vor das nach zwei bis vier Seiten schon das nächste Kapitel folgt, was für so einen Roman schon arg kurz ist. In der Regel gefallen mir kurze Kapitel, ich fand die Geschichte dadurch aber öfter etwas abgehackt, was aber sicherlich Geschmackssache ist.

Fazit
Monsieur Thomas und das Geschenk der Liebe bietet eine interessante Geschichte mit ganz besonderen Charakteren, viel Humor und Warmherzigkeit. Ich vergebe 4 von 5 Bücher.




Der letzte Sommer



Autor: Helen Simonson
Verlag: Dumont
ISBN: 978-3-8321-9826-8
Erschienen: Juli 2016
Seitenzahl: 576
Preis: 22,99€ [D]
Leseprobe: klick
Buch kaufen: klick 










Inhalt
Im Sommer 1914 besucht der Medizinstudent Hugh seine geliebte Tante Agatha, deren Ehemann ein hoher Beamter in der Regierung ist. Er wird begleitet von seinem Cousin Daniel, der von einem Leben als Poet und englischer Gentleman träumt. Agatha besteht darauf, dass das Säbelrasseln auf dem Balkan unbeachtet verklingen wird und dass König, Kaiser und Zar wie immer in ihren Sommerurlaub gehen werden. Zudem ist sie mit weitaus Wichtigerem beschäftigt: Seit kurzem ist sie Mitglied des örtlichen Schulbeirates und befürwortet die Einstellung einer weiblichen Lehrkraft. Als Beatrice Nash mit einem Schrankkoffer und riesigen Bücherkisten in der Kleinstadt ankommt, ist schnell klar, dass sie deutlich freidenkender – und attraktiver – ist, als eine Lateinlehrerin es sein sollte. Beatrice, die kürzlich ihren Vater verloren hat, will vor allem in Ruhe gelassen werden. Ihre ganze Energie fließt in ihre Schriftstellerei und in das Entmutigen möglicher Heiratskandidaten. Nichts ist Beatrice wichtiger als ihre Unabhängigkeit. Doch Daniels Charme und Hughs scharfer Verstand wie auch sein nobler Charakter lassen sie in ihrer Haltung schwanken. Mit Ausbruch des Krieges findet der idyllische Sommer ein jähes Ende. Als die Bewohner von den ersten Soldaten Abschied nehmen müssen, ahnen alle, dass sich ihr Leben grundlegend ändern wird.
Quelle: Dumont 

Erster Satz
Wie eine Insel ragte das Städtchen Rye aus dem flachen Marschland.

Cover
An diesem schicken Hardcoverbuch hat mir als erstes schon mal sehr gut gefallen dass es ein Lesebändchen hat. Das Cover mit dem frischen grün passt zum Titel und auch die Teetasse ist passend für die Geschichte. Es ist schlicht und trotzdem schick.

Meinung
Ich war schon sehr gespannt auf Der letzte Sommer von Helen Simonson. Der Roman spielt im Sommer 1914 in Südengland. Zu Beginn ist alles noch sehr idyllisch und man kann den Sommer als Leser förmlich riechen und sich die Landschaft rund um Sussex sehr gut vorstellen da die Autorin alles sehr gut beschreibt. Der Schreibstil ist flüssig und angepasst an diese Epoche. Erzählt wird die Geschichte aus Sicht von Beatrice Nash und anderen Charakteren des Buches.

Beatrice Nash ist der Hauptcharakter in diesem Roman. Sie ist für damalige Verhältnisse eine selbständige und gebildete junge Frau. Beatrice wünscht sich mehr Rechte und Chancen für Frauen. Mit dieser Meinung muss sie sich natürlich zurückhalten da diese nicht von vielen Leuten geteilt wird, was ihr des Öfteren sehr schwer fällt. Dass Beatrice so eingestellt ist, lässt sie sehr sympathisch wirken und auch wenn ihr das Schicksal es nicht immer leicht macht, gibt sie nicht auf. Eine Frau  zur damaligen Zeit die auf sich selbst gestellt ist, hatte es wirklich schwer und ist kein Vergleich zur heutigen Zeit.

Sie entwickelt sich im Laufe des Buches weiter. Dabei bleibt der ein oder andere Traum oder Einstellung auf der Strecke. Zum Anfang ist sie hundertprozentig davon überzeugt dass sie mit ihren Finanzen alleine klar kommt, hat den Traum ein Buch zu veröffentlichen und möchte ihr Leben alleine ohne einen Mann bestreiten. Zum Glück ändert sich ihre Einstellung irgendwann noch. Romantisch und kitschig wird es dabei aber auf keinen Fall. Beatrice sieht immer alles ziemlich nüchtern.

Hugh ist der gutaussehende Gentleman und angehender Chirurg der zunächst einer anderen versprochen ist, trotzdem merkt man von Anfang an die Spannung zwischen den Beiden. Hugh ist meiner Meinung nach der vernünftigste Charakter überhaupt in diesem Buch, der nie über die Stränge schlägt und alle seine Handlungen sind wohlüberlegt. Trotzdem schafft er es zum Schluss auch mal alles über Bord zu werfen und seinen Gefühlen freien Lauf zu lassen, worüber ich mich sehr gefreut habe. Er wirkt sehr sympathisch, ist gebildet und verständnisvoll. Außerdem ist er auch offen für Beatrices Ansichten und nicht in allen Belangen, was Frauen angeht, so altmodisch eingestellt wie die meisten anderen Herren.

Einer der wichtigsten Charaktere ist außerdem Agatha Kent, die Tante von Hugh. Sie ist eine herzensgute Dame und kämpft für die Rechte der Frauen. Bei ihr ist Beatrice sehr gut aufgehoben und Agatha ist immer für Beatrice da. Daniel, Hughs Cousin, ist ein verträumter Dichter und genau das Gegenteil von Hugh. Ich konnte ihn nicht von Anfang an leiden aber er hat das Herz am rechten Fleck.

Ein großes Thema in diesem Roman ist der Krieg zu dieser Zeit. Am Anfang wirkt trotzdem noch alles sehr idyllisch und man hat das Gefühl das diese Kleinstadt ganz weit entfernt davon ist. Die Frauen gründen verschiedene Komitees für eigentlich belanglose Dinge um für den Krieg ihren Dienst zu erweisen. Bei den Männern sieht das nach und nach schon anders aus. Es melden sich zum Schluss so einige Leute aus der Stadt zum Krieg, unter anderem auch Daniel und Hugh. Zum Schluss wird von den rauen Schützengräben berichtet was das ganze Gegenteil zum Rest des Romans ist und ich war auch froh darüber als alles vorbei war. Auch wenn nicht alle unbeschadet oder lebend aus dem Krieg zurückkommen, gibt es zum Schluss trotzdem noch ein Happy End, zumindest für Beatrice.

Fazit 
Der letzte Sommer ist ein gelungener Roman der die damalige Zeit um 1914 gut wiederspiegelt und hat dazu noch einen tollen Spielort. Es gibt kein Kitsch und keine große Romantik aber trotzdem ein paar kleine Liebeleien. Ein ernstes Thema in diesem Buch ist der Krieg was die Autorin sehr gut in dieses idyllische Kleinstadtleben eingebunden hat und uns damit gezeigt hat, wie unwichtig doch die vielen kleinen Machenschaften und Intrigen in so einer Stadt sind im Gegenzug zum Krieg und wie zum Schluss doch alle wieder etwas mehr zusammen rücken. Ich habe keinen Kritikpunkt und vergebe 5 von 5 Bücher.




Vielen Dank für die Bereitstellung dieses Rezensionsexemplars an

Das unerhörte Leben des Alex Woods




Autor: Gavin Extence
Verlag: Limes
ISBN: 978-3-8090-2633-4
Erschienen: März 2014
Seitenzahl: 480
Preis: 19,99€ [D]











Inhalt
Alex Woods ist zehn Jahre alt, und er weiß, dass er nicht den konventionellsten Start ins Leben hatte. Er weiß auch, dass man sich mit einer hellseherisch begabten Mutter bei den Mitschülern nicht beliebt macht. Und Alex weiß, dass die unwahrscheinlichsten Ereignisse eintreten können – er trägt Narben, die das beweisen.
Was Alex noch nicht weiß, ist, dass er in dem übellaunigen und zurückgezogen lebenden Mr. Peterson einen ungleichen Freund finden wird. Einen Freund, der ihm sagt, dass man nur ein einziges Leben hat und dass man immer die bestmöglichen Entscheidungen treffen sollte.
Darum ist Alex, als er sieben Jahre später mit 113 Gramm Marihuana und einer Urne voller Asche an der Grenze in Dover gestoppt wird, einigermaßen sicher, dass er das Richtige getan hat …

Quelle: Limes

Erster Satz
Sie griffen mich in Dover auf, als ich wieder einreisen wollte.

Cover
Das Cover sieht gut aus und passt perfekt zur Geschichte. Darauf ist eine Stadt, ein Meteorit und viele Sterne zu sehen. Dieses schicke Hardcoverbuch hat natürlich auch ein Lesebändchen.

Meinung
Das unerhörte Leben des Alex Woods ist ein Buch mit viel Tiefgang und ohne Kitsch und Liebe. In diesem Roman gibt es viele Stellen zum Nachdenken und auch einige Wortwechsel zum Schmunzeln. Der Schreibstil ist flüssig und locker. Trotz einiger komplizierter Fachausdrücke sind trotzdem auch diese Passagen gut zu lesen. Mir hat das Lesen dieses Buches Spaß gemacht. Erzählt wird aus Sicht von Alex.

Alex ist der Hauptprotagonist in diesem Roman. Er erzählt uns seine Geschichte und wie alles dazu kam, so wie es jetzt ist. Er fängt damit an als er zehn war. Alex ist von Anfang an anders als andere Jungs in seinem Alter. Seine Interessen weichen sehr von denen der anderen ab was ihn zum Außenseiter macht. 

Spätestens nachdem er zu Hause von einem Meteoriten am Kopf getroffen wurde und es dazu viele Schlagzeilen in der Presse gibt, wird sein Leben noch merkwürdiger als es so schon war. Er wächst bei seiner Mutter auf die ein sehr unkonventionellen Job hat wo sie regelmäßig anderen die Karten liest. Alex Mutter ist mir nicht sehr sympathisch gewesen, konnte mich dann aber zum Schluss doch noch von sich überzeugen.

Mit Mr. Peterson lernt Alex einen richtigen Freund kennen. Mr. Peterson ist ein meistens schlecht gelaunter älterer Mann bei dem Alex zuerst Strafarbeit leisten muss. Es scheint so als wenn Alex dem alten Mr. Peterson ziemlich auf die Nerven geht mit seiner vielen Fragerei, aber schon bald merkt er dass Alex nicht so ist wie andere in seinem Alter und schließt ihn in sein Herz.

Es ist schon erstaunlich dass Alex sich so gut mit Mr. Peterson versteht und mit ihm seine Freizeit verbringt. Alex lernt viel von ihm. Die Beiden unterhalten sich viel über Literatur, Mr. Petersons früheres Leben und Alex übernimmt einige Arbeiten bei ihm. Von ihm lernt Alex auch das Wichtigste überhaupt: wie man richtig lebt und Entscheidungen immer bestmöglich treffen sollte, immer mit dem Hintergedanken dass man nur dieses eine Leben hat.

Ohne vorher schon zu viel zu verraten, geht es in diesem Buch um Sterbehilfe. Alex ist zu diesem Zeitpunkt 17 Jahre alt und trifft eine mutige Entscheidung auch im Sinne seines Freundes und macht diesem sein Leben noch für einige Zeit länger lebenswert als dieser es vorher gedacht hat. Sterbehilfe ist ein schwieriges Thema zu dem jeder seine Meinung haben darf. Ich finde dass es dazu kein richtig oder falsch gibt. Mir hat dieses Buch gefallen und es hat mir besonders Spaß gemacht zusammen mit Alex Mr. Peterson kennen zu lernen.

Fazit
Das unerhörte Leben des Alex Woods ist ein unterhaltsamer Roman in dem es um einen besonderen Jungen, Freundschaft und Sterbehilfe geht. ich vergebe 5 von 5 Bücher.