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Ich brenne für dich



Autor: Tahereh Mafi
Verlag: Goldmann
ISBN: 978-3-442-31305-1
Erschienen: Juni 2015
Seitenzahl: 384
Preis: 9,99 € [D] 
Leseprobe: klick

Reihe: Juliette
1. Ich fürchte  mich nicht
2. Rette mich vor dir
3. Ich brenne für dich

Kurzgeschichten:
1. Zerstöre mich
2. Vernichte mich

Inhalt
Die Schlacht gegen das Reestablishment ist verloren, der Zufluchtsort der Rebellen zerstört, Juliettes Freunde sind in alle Winde zerstreut. Über das Schicksal ihrer großen Liebe Adam ist Juliette im Ungewissen – ebenso wie über ihre Gefühle für ihn. Die einzige Gewissheit, die sie noch hat, ist, dass sie das grausame Regime unbedingt besiegen muss. Doch dazu bleibt ihr nichts anderes übrig, als sich Warner anzuvertrauen, dem einen Menschen, den sie auf ewig zu hassen schwor. Und der ihr das Leben rettete. Jetzt verspricht er, an ihrer Seite zu kämpfen. Doch kann Juliette ihm vertrauen? Und was will er wirklich von ihr?
Quelle: Goldmann

Erster Satz
Ich bin ein Stundenglas.

Cover
Auch auf dem Cover des dritten Bands ist wieder eine rothaarige Frau abgebildet, diesmal aber mit einem schwarzen Kleid. Im Hintergrund sieht man die gleiche Stadt wie bei den Vorgängern, nur das diesmal die Pflastersteine von Feuer umrandet wurde, was natürlich zum Titel passt, vielleicht aber nicht unbedingt zum Inhalt.

Meinung
Ich brenne für dich ist der dritte Band der Buchreihe Juliette von Tahereh Mafi und der Abschluss dieser Reihe. Da mir die ersten zwei Bänder gefallen haben, wollte ich auch den dritten Band lesen. Leider sind seit dem aber 5 Jahre vergangen und ich hatte etwas Bedenken wieder in die Geschichte rein zu finden. Meine Angst war aber unbegründet. Ich wusste sofort wieder Bescheid und konnte gut in die Geschichte abtauchen. Der Schreibstil hat mir gefallen. Die Kritikpunkte von den ersten zwei Bänden sind hier komplett weggefallen so dass sich das Buch flüssig und locker lesen lässt. Erzählt wird die Geschichte aus Sicht von Juliette.

Die Welt die Tahereh Mafi in dieser Buchreihe geschaffen hat, konnte mich überzeugen und unterhalten. Im letzten Band hätte ich mir eine genauere Beschreibung zum Beispiel der umliegenden Dörfer gewünscht. Ich hätte einfach gern noch mehr Einzelheiten erfahren. Die Geschichte war etwas Beschränkt auf den einen wichtigen Kampf. Es  gab nicht viel darüber hinaus.

Juliette schien mir sehr jung und naiv. Manchmal konnte ich sie gar nicht verstehen und dann ging es wieder. Auf der einen Seite hat sie eine so starke Macht, die sie fast unbesiegbar macht, auf der anderen Seite scheint sie noch ein kleines Mädchen zu sein, das gar nicht weiß was starke Gefühle sind. Nach wie vor ist sie auch diesmal zerrüttet, entwickelt aber im Laufe des Buches eine starke Verbissenheit und verfolgt ihr Ziel. 

Warner war auch diesmal der interessanteste Charakter in dem Buch. Schon im zweiten Band der Reihe konne er mich überzeugen. Ich war mir bei Ihm allerdings bis zum Ende der Geschichte nicht sicher ob er es ernst meint oder alles nur gespielt ist. Ein bisschen Argwohn ihm gegenüber kann man wahrscheinlich einfach nicht ablegen.

Adam spielt für Juliette immer noch eine wichtige Rolle. Die Entwicklung zwischen den Beiden und auch die Entwicklung von Adam selbst haben mir überhaupt nicht gefallen. Er benimmt sich sehr kindisch und wurde mir als Leser richtig fremd. Schade dass die Autorin für ihn nicht ein bisschen mehr übrig hatte. Natürlich gab es auch diesmal zahlreiche Nebencharaktere über die man aber nicht sehr tiefgründiges erfährt. 

Das Ende der Geschichte kam viel zu schnell und mich würde interessieren wie es mit der Welt in der Juliette und ihre Freunde leben weiter geht, aber das bleibt wahrscheinlich unserer Fantasie überlassen.

Fazit
Ich brenne für dich ist der dritte und letzte Band der Juliette Reihe von Tahereh Mafi und darf natürlich nicht fehlen wenn man die Vorgänger gelesen hat. Auch wenn ich mir ein paar Dinge anders gewünscht hätte, kann ich diese Buchreihe weiter empfehlen. Ich vergebe 4 von 5 Bücher.





Wild Cards 1: Das Spiel der Spiele



Autor: George R.R. Martin
Verlag: Blanvalet
ISBN: 978-3-7341-6107-0
Erschienen: Februar 2017
Seitenzahl: 544
Preis: 9,99€ [D]

Reihe: Wild Cards - 2. Generation
1. Das Spiel der Spiele
2. Der Sieg der Verlierer
3. Der höchste Einsatz







Inhalt
Menschen mit außergewöhnlichen Fähigkeiten gibt es viele. Da ist z.B. Jonathan Hive, der sich in einen Wespenschwarm verwandeln kann, oder Gardener, die Pflanzen beherrscht. Doch wer ist Amerikas größter Held? Diese Frage soll American Hero, die neuste Casting Show im Fernsehen, endlich klären. Für die Kandidaten geht es um Ruhm und um so viel Geld, dass sie beinahe zu spät erkennen, was wahre Helden ausmacht.
Quelle: Blanvalet

Erster Satz 
Kaum hatte die Menschheit die Katastrophe des Zweiten Weltkriegs überstanden, da brach bereits das nächste Unheil über sie herein.

Cover
Das Cover passt super zum Buch, spricht mich persönlich aber trotzdem nicht hundertprozentig an. Darauf ist eine selbstbewusste junge Frau zu sehen, im Hintergrund eine Stadt, Sturm, Pflanzen und es scheint Chaos zu herrschen. Das alles passt super zur Geschichte.

Meinung
Wild Cards - Das Spiel der Spiele ist mein erstes Buch das ich von George R.R. Martin gelesen habe, obwohl es ja schon sehr viele Bücher von ihm auf dem Markt gibt, trotzdem konnte ich mich nie richtig durchringen eins davon zu lesen. Als ich dann auf der Verlagsseite von Blanvalet gesehen habe dass es von dieser Reihe einen ersten Band gibt, dachte ich jetzt oder nie. Blanvalet bringt die Wild Cards Reihe (2. Generation) als Taschenbuch raus, von Panhaligon sind diese Bücher aber schon als Paperback Ausgabe zu haben. Der erste Band Das Spiel der Spiele ist im Penhaligon Verlag bereits im August 2014 erschienen.

Die Erzählperspektiven wechseln zwischen den verschiedenen Protagonisten und so hatte ich eine ganze Zeit lang Schwierigkeiten mit den Namen klar zu kommen. Immer wenn ich mich an einen Charakter und dessen Umfeld gewöhnt hatte, kam der nächste dran. Es gab viel zu viele unterschiedliche Charaktere, die man auf die Schnelle überhaupt nicht einordnen konnte und genau das hat anfangs meinen Lesefluss gestoppt. Im Laufe des Buches hat sich das dann aber etwas gebessert oder ich habe mich einfach daran gewöhnt.

Der Anfang der Geschichte spielt in Ägypten und man hat Leser erstmal keinen Schimmer was eigentlich los ist. Es wird nicht viel erklärt und gleich zum Punkt gekommen. Ich habe mich danach aber lange gefragt ob es überhaupt einen Zusammenhang gibt zu dem Rest der Geschichte. Als dann irgendwann Licht ins Dunkle kam, musste ich nochmal zurück blättern weil ich mich wegen den vielen unterschiedlichen Charakteren schon gar nicht mehr erinnern konnte wer, wie, was sich am Anfang ganz genau abgespielt hat.

Wie im Klappentext rauszulesen ist, geht es in dem Buch um eine amerikanische Castingshow in Amerika. Ich war gespannt was da alles auf einen zukommt als Leser. Es geht um Asse, die Bewerbung für diese Castingshow, die Auswahl und danach um die verschieden Aufgaben die die Teams gestellt bekommen, wobei das Licht immer wieder auf ein anderes Team fällt von dem ein Charakter aus seiner Sicht erzählt. Es entstehen Freundschaften, Feindschaften und Liebeleien. Es gibt glorreiche Siege und natürlich Niederlagen. Jedes Team und jedes Teammitglied geht anders damit um. Die Geschichte um die Castingshow hat mir gefallen und ich war gespannt wer gewinnen wird. Esgibt  viele unterschiedliche Charaktere die man im Laufe der Geschichte kennenlernen durfte, in dessen Gefühlswelt man eintauchen durfte und dessen Vergangenheit man teilweise kennengelernt hat. Da es so eine große Anzahl an Protagonisten gibt, kann ich zum Schluss gar keinen Liebling benennen.

Der zweite Teil der Geschichte von dem ich anfangs überhaupt nichts geahnt habe, spielt dann in Ägypten. Der Weg dorthin und wie man als Leser plötzlich aus der Welt von American Hero rein in einen blutigen Krieg in Ägypten gestoßen wird, hat mir gefallen und der Geschichte einiges an Spannung gegeben. Die Idee fand ich gut und ich konnte auch verstehen warum Fortune sich in den Krieg eingemsicht hat, nicht aber warum Lohengrin und Hive sofort mitgemacht haben und der Rest der Bande ohne groß zu überlegen hinterher ist, denn zum Schluss hat sich niemand von denen ganz genau mit dem Hintergrund beschäftigt.

Trotzdem war es spannend und die Geschichte konnte mich fesseln. Zum Schluss gibt es noch einige Überraschungen und es tritt ein Charakter in den Vordergrund der das ganze Buch über augenscheinlich ziemlich unscheinbar war. Diese Wendung hat mich wirklich überrascht und lässt noch einiges offen für den zweiten Teil.

Ich hätte mir gewünscht dass zu Beginn der Geschichte etwas mehr erklärt worden wäre über Asse und Joker im Allgemeinen. Es wird nur angeschnitten und ich habe lange gebraucht um zu verstehen was Asse und Joker sind und wie es dazu kommt das aus diesen Personen Asse und Joker werden. Etwas mehr Hintergrundwissen hätte nicht geschadet.

Dieses Hintergrundwissen hätte ich sicherlich gehabt wenn ich die Reihe Wild Cards - Die erste Generation gelesen hätte. Leider habe ich mich aber erst nachdem ich dieses Buch beendet habe damit beschäftigt dass es noch eine andere Reihe gibt. Die Asse und ihre Fähigkeiten konnten mich aber überzeugen. Es wurden viele tolle Ideen ausgearbeitet und unter den vielen Charakteren und Fähigkeiten ist für jeden etwas dabei. Hive kann sich zum Beispiel in einen Schwarm Wespen auflösen, Lohengrin kann eine Rüstung die ihn unverwundbar macht und sein strahlendes Schwert herbei rufen und so spielt dieser oft den weißen Ritter nur ohne Ross. Es gibt noch viele weitere die ich hier aber nicht alle aufzählen möchte.

Fazit 
Wild Cards - Das Spiel der Spiele ist der erste Band der zweiten Generation und ich denke man sollte lieber erst die Reihe der ersten Generation lesen, denn ich hoffe das man dann viel mehr Hintergrundinformationen hat und dadurch das Lesen dieses Buches mehr Spaß macht. Mir hat die Idee der Asse und Joker gefallen und ich finde es gehört viel Fantasie dazu sich so etwas auszudenken. Da ich aber am Anfang einige Schwierigkeiten hatte mich in die Story reinzufinden, vergebe ich von 4 von 5  Bücher.




Centro: In der Tiefe




Erschienen: Februar 2014
Format: ePup
Seitenzahl der Print-Ausgabe: 247
ISBN: 978-1495471032
Preis: 2,99€

Reihe: Centro
1. In der Tiefe
2. Die Rückkehr
3. Das Ende






Inhalt
Was würdest du tun, wenn etwas in dir erwacht? Und du herausfindest, dass alles, an das du je geglaubt hast, eine Lüge war?
Das Jahr 2075:
Durch ein misslungenes Experiment ist das Überleben auf der Erdoberfläche nicht mehr möglich. Die Strahlung der Sonne hat die Menschheit in die Tiefen verbannt. Die 18-jährige Kay und ihre kleine Schwester leben in der Gesellschaft des Centro. Sie bietet Schutz und Nahrung. Doch der Preis dafür ist hoch. Strenge Gesetze regieren den Alltag in dem modernen Bunker, der von Wissenschaftlern geführt wird. Am Rande der Gesellschaft versucht Kay das Überleben von sich und ihrer kleinen Schwester zu sichern. Als es zu einem Aufstand kommt, gelingt den Mädchen die Flucht in die Tiefen des Gebirges, doch auf das, was sie dort erwartet, waren sie nicht gefasst …

Quelle: Quindie

Erster Satz
Die verkohlten Überreste des einstigen Stadtwaldes rasten an mir vorbei.

Cover
Das Cover passt zur Geschichte aber das alte Cover hat mir etwas besser gefallen. Das ist aber natürlich Geschmackssache.

Meinung
In der Tiefe ist der erste Band der Centro-Reihe von Katharina Groth und war auch mein erstes Buch das ich von der Autorin gelesen habe. Ich war überrascht dass mir das Buch so gut gefallen hat. Der Schreibstil war flüssig und ich hatte das Buch wahnsinnig schnell durchgelesen.

Die Hauptprotagonistin Kay war mir sofort sympathisch. Sie ist natürlich ein typischer Hauptcharakter für so eine Dystopie: mutig, gutaussehend und würde ihr Leben für ihre Lieben opfern. In diesem Fall ist das ihre kleine Schwester Marcie, die im Centro wegen ihrer hellen Hautfarbe keine Aufgabe hat und somit auch keine Nahrung verdienen kann. Kay teilt alles mit ihr, weshalb die Beiden ziemlich abgemagert sind.

Marcie ist immer hilflos und Kay versucht ihr in allen Lebenssituationen zu helfen, sogar dann als es um ihr eigenes Leben ging. Kays kleine Schwester konnte ich nicht so gut einschätzen, vielleicht lernt man sie im nächsten Band besser kennen. Kay war mir lieber und dass sie in der ganzen Zeit ihre Menschlichkeit nicht verloren hat, zeigt wie stark sie ist. 

Außerdem gibt es da noch den gutaussehenden geheimnisvollen Sim aus dem man nicht Schlau wird. Er scheint etwas für Kay zu empfinden. Es war mal etwas neues das es nicht gleich die große Lovestory gibt wie in so vielen anderen Büchern. Die Zwei müssen sich erstmal richtig kennen und vertrauen lernen. Das hat mir richtig gut gefallen denn in vielen Büchern weiß ich oft nicht wie die große Liebe plötzlich zustande gekommen ist.

In dem Buch gibt es sehr viel Gewalt. Vor allem die blutigen Kämpfe zwischen den Frauen die nie gut ausgehen und bei denen einige Leben geopfert werden, fand ich schrecklich. Natürlich bringt das Ganze Spannung und Nervenkitzel in die Geschichte aber ich fand es schon grenzwertig. Die Autorin hat aber trotzdem die Kurve bekommen so dass es nicht zu abstoßend gewirkt hat.

Ich werde sicherlich auch den nächsten Band lesen und bin gespannt ob die Spannung von diesem Band gehalten werden kann. Es wurde eine neue Welt und ein neues System erfunden und neugierig lernt man das alles nach und nach kennen. Natürlich findet man auch Parallelen zu anderen Dystopien aber mal ehrlich: wie oft kann das Rad schon neu erfunden werden? Ich kann das Buch auf jeden Fall weiterempfehlen.

Fazit
Centro: In der Tiefe konnte mich voll und ganz überzeugen. Es ist Spannend, bietet wenig Kitsch und man lernt in der Geschichte eine neue Welt kennen. Ich vergebe 4 von 5 Bücher und bin gespannt auf den nächsten Band.



Old Souls 2: Die Brut



Autor: Julia Mayer
Format: epub
Seitenzahl der Print-Ausgabe: 382
Erschienen: Dezember 2013
Preis: 0,99€
Leseprobe: klick

Reihe: Old Souls
1. Die Keime
2. Die Brut
3. Die Splitter








Inhalt
Amerika, 2074. Des Mordes verdächtigt, befindet sich Avery zusammen mit ihren neuen Begleitern auf der Flucht. In den Staaten branden Rebellionen auf, denen sie sich anschließen möchten – wären da nicht Averys Trauer um Skar, die Sehnsucht nach dem Splittern und die Zweifel einer hoffnungslosen Zukunft. Kann der fremde Nomade ihnen helfen und die einzelnen Keime zu einer Gruppe vereinen, oder verrennen sie sich in der wahnwitzigen Idee, Frieden bringen zu wollen?
Quelle: Julia Mayer

Erster Satz
Ich habe über die Erinnerungen nachgedacht, die sich wie dünne Schatten um meine Knochen wirbeln.

Cover
Das Cover sieht genauso schön aus wie das vom ersten Band und beide passen super zusammen. Das Düstere passt zu der meist bedrückten Stimmung im Buch.

Meinung
Die Brut ist der zweite Band der Old Souls Reihe. Mittlerweile ist es etwas über drei Jahre her, seit ich den ersten Band gelesen habe. Da so viel Zeit vergangen ist und ich schon beim ersten Band Probleme hatte in die Geschichte rein zu kommen, war ich etwas skeptisch. Da das eigentlich mein einziger Kritikpunkt beim ersten war, habe ich mich gefreut dass es beim zweiten Band viel besser geklappt hat. Auch nach so langer Zeit war ich gleich wieder drin und konnte wunderbar an die Keime anknüpfen. Das Buch hat sich toll gelesen und ich bin begeistert. Erzählt wird aus verschiedenen Perspektiven.

Auch in diesem Band liegt das Hauptaugenmerk auf Avery. Von ihr hat man schon im ersten Band am meisten erfahren. Sie gehört immer noch zu den Keimen, die sich in der ersten Phase des Seins befinden und verfolgt werden. Avery ist am Anfang ziemlich ruhig und trifft wenig eigene Entscheidungen. Sie zeigt nicht wirklich viel Eigeninitiative und ich hatte schon Angst dass sie nicht aufwacht. Avery hat sich im Laufe des Buches weiter entwickelt, aber wenn sie sich einfach treiben lässt und alles mit macht was die anderen wollen, gefällt sie mir gar nicht. Zum Glück hat sie aber auch eine starke Seite und wenn sie sich dann etwas in den Kopf setzt, kann sie das doch ganz gut durchsetzen.

Cash spielt neben Avery eine große Rolle in dem Buch. Er nimmt immer noch viele Drogen, ist aber ab und zu schon auf dem Weg der Besserung. Ihm liegt viel an Avery und auch sie ist ihm nicht abgeneigt. Die Beiden kommen sich langsam näher, aber leider haben sie sich meistens genauso schnell wieder weggestoßen. Ich habe mich oft geärgert dass die Zwei nicht einfach zueinander stehen. Cash habe ich im zweiten Band dieser Reihe in mein Herz geschlossen denn als Leser erfährt man viel über sein zu Hause und seine Familie. Leider hätte ich mir das auch bei Avery gewünscht. Vielleicht gibt es darüber mehr im nächsten Band zu lesen.

Eliza war mir schon im ersten Band ein Rätsel und in diesen überrascht sie sicherlich jeden Leser. Mit so einer Wendung hätte ich nicht gerechnet und ich bin gespannt wie es mit ihr weiter gehen wird. Was ich von ihr halten soll, weiß ich allerdings immer noch nicht.

Auch Cosima ist wieder dabei. Sie ist Avery eine gute Freundin und ohne sie würde es Avery wahrscheinlich schon gar nicht mehr geben. Sie ist bei allen Aktionen mit dabei und übernimmt oft die leitende Rolle. Ich wünsche mir aber dass Cosima tiefgründiger behandelt wird und würde gerne mehr über ihr voriges Leben erfahren.

Diese Buchreihe ist etwas ganz besonderes wie ich finde. Die Gedanken und Gefühle der Charaktere wird toll beschrieben und alles ist sehr poetisch und tiefgründig. Außerdem wurde hier von Julia Mayer eine neue Welt erschaffen mit den verschiedenen Stufen des Seins. Meiner Meinung nach hat sich die Autorin vom ersten zu diesem Band gesteigert worüber ich mich sehr gefreut habe, da das Lesen noch mehr Spaß gemacht hat.
 
Fazit
Die Brut ist eine gelungene Fortsetzung, die mir noch besser gefallen hat wie der erste Band. Ich vergebe 5 von 5 Bücher.





Rette mich vor dir



Autor: Tahereh Mafi
Verlag: Goldmann
ISBN: 978-3-442-31304-4
Erschienen: September 2013
Seitenzahl: 416
Preis: 16,99€ [D]
Leseprobe: klick

Reihe:
1. Ich fürchte mich nicht
2. Rette mich vor dir
3. Ich brenne für dich

Zusätzliche eBooks:
1. Zerstöre mich
2. Vernichte mich


Inhalt
Juliette ist die Flucht gelungen. Sie und Adam sind den Fängen des grausamen Regimes entkommen und haben Zuflucht gefunden im Omega Point, dem geheimen Stützpunkt der Rebellen. Hier gibt es andere wie sie mit übernatürlichen Kräften, und zum ersten Mal fühlt Juliette sich nicht mehr als Außgestoßene, als Monster. Doch der Fluch ihrer tödlichen Berührung verfolgt sie auch hier – zumal Adam nicht länger völlig immun dagegen ist. Während ihre Liebe zueinander immer unmöglicher scheint, rückt der Krieg mit dem Reestablishment unaufhaltsam näher. Und mit ihm das Wiedersehen mit dem dunklen und geheimnisvollen Warner, hinter dessen scheinbar gefühlloser Fassade sich so viel mehr verbirgt, als es den Anschein hat ...
Quelle: Goldmann

Erster Satz
Vielleicht ist die Welt heute ein pralles Spiegelei.

Cover
Die Frau auf dem Cover, die sicherlich Juliette darstellen soll, mit ihrem roten fließenden Kleid und den roten Haaren sieht wunderschön aus und steht in Kontrast zu dem grauen tristen Hintergrund in dem eine Stadt abgebildet ist. Das Cover ist stimmig, passt zur Geschichte und gefällt mir richtig gut.

Meinung
Rette mich vor dir ist der zweite Teil der Buchreihe von Tahereh Mafi. Da mir der erste Band gefallen hat, musste ich natürlich wissen wie es weitergeht. Der Schreibstil von Tahereh Mafi hat mir diesmal besser gefallen da die durchgestrichenen Textpassagen mit denen die Gedanken von Juliette hervorgehoben werden, was sie denkt aber sich nicht getraut auszusprechen, weniger verwendet wurden. Dieses Stilmittel ist zwar mal etwas anderes, war mir aber im ersten Band schon etwas zu viel. Erzählt wird die Geschichte auch diesmal aus der Sicht von Juliette.

Schon nach dem erstem Teil der Buchreihe konnte mich die Autorin von ihrer neu erschaffenen Welt überzeugen. Die Städte und Dörfer sind ziemlich ausgestorben und da es nur noch wenig Natur gibt, reicht das Essen nicht für alle Menschen. Es herrscht Armut, Hunger und alles wirkt düster.

Juliette ist die Hauptprotagonistin und auch nach diesem Band kann ich sie nicht so richtig einschätzen. Schon im ersten Band war sie sehr labil durch ihre lange Einzelhaft und Isolierung zur Außenwelt und so begann es auch diesmal mit ihr. Zum Anfang konnte sie sich nicht in Omega Point, wo sie nach der Flucht von Warner untergekommen ist, integrieren. Juliette tat mir zwar die ganze Zeit leid weil sie schon so viel durchmachen musst und doch eigentlich ein gutes Herz hat, aber es hat nicht lange gedauert da ging mir ihr Geheule auch ein bisschen auf die Nerven. Sie hat dann aber doch noch die Kurve bekommen und ihre starke Persönlichkeit gezeigt bei der ich mich schon gefragt habe ob sie die nach ein paar Tagen in Omega Pint wieder verloren hat. Juliette ist das ganze Buch über ein sehr zerrütteter Charakter.

Der faszinierendste Charakter in dieser Buchreihe ist nach wie vor Warner wie ich finde. Im ersten Band empfand ich ihn als eine abstoßende und grausame Person. Ab und zu hat die Autorin aber eine ganz andere Seite von ihm durchblitzen lassen. Er ist so fasziniert von Juliette das er scheinbar keine Ruhe gibt bis er sie wieder gefunden hat. Warner ist ein sehr komplizierter Charakter. Ohne zu viel von dem Buch zu verraten ist er abstoßend und liebenswürdig zugleich. Er ist grausam und zärtlich sowie stark, schwach und labil. Er scheint Juliette als Einziger richtig zu verstehen und zwischen den Beiden gibt es eine Bindung, von der ich wirklich überrascht war. Ich bin gespannt wie es mit den Beiden weitergeht.

Adam hat im ersten Band eine wichtige Rolle gespielt und auch diesmal kommt er eigentlich nicht zu kurz. Eigentlich weil irgendwie trotzdem. Ich war ein kleines bisschen enttäuscht wie sich zwischen ihm und Juliette alles entwickelt hat. So richtig weis ich allerdings immer noch nicht wo die Liebe die die Beiden füreinander empfinden hergekommen ist. Trotzdem würde ich mir auch für die Zwei ein Happy End wünschen.

Fazit
Rette mich vor dir ist ein gelungener Folgeband und konnte mich gut unterhalten. Es gibt viel Herzschmerz und auch einiges an Spannung. Ich bin gespannt wie es weitergeht und vergebe 4 von 5 Bücher.



Ashes 3: Ruhelose Seelen



Autor: Ilsa J. Bick
Verlag: Egmont INK
ISBN: 978-3-86396-007-0
Erschienen: August 2013
Seitenzahl: 448
Preis: 17,99€ [D]

Reihe: Ashes
1. Brennendes Herz
2. Tödliche Schatten
3. Ruhelose Seelen
4. Pechschwarzer Mond






Inhalt
Eine unfassbare Katastrophe hat unsere Welt für immer verändert. Wer dabei nicht dem Tod zum Opfer gefallen ist, kämpft nun Tag für Tag ums Überleben. Die größte Bedrohung geht von den Veränderten aus – jenen gefürchteten Jugendlichen, die sich aus bisher unerfindlichen Gründen seit der Katastrophe in blutrünstige Kannibalen verwandeln. Auch die siebzehnjährige Alex fürchtet diese Bestien und würde keine Sekunde zögern, sie zu töten. Doch als einer dieser Jungen ihr das Leben rettet, nagen Zweifel an ihr. Ist es möglich, dass seine Seele trotz der Verwandlung in ihm weiterlebt? Und dann spürt Alex selbst etwas in sich wachsen: Eine unaufhaltsame Macht scheint von ihr Besitz zu ergreifen …
Quelle: Egmont INK

Erster Satz
Einen solchen Sturz in die Tiefe hatte Alex nur einziges Mal erlebt.

Cover
Auch auf dem dritten Band der Ashes-Reihe ist wieder Alex abgebildet. Diesmal ist alles in lila gehalten. Dieses schicke Hardcoverbuch sieht auch ohne Schutzumschlag richtig gut aus. Mein einziger Kritikpunkt ist auch schon wie bei den anderen zwei Bänden dass Alex im ersten Band als rothaarig beschrieben wurde. Wenn man davon aber mal absieht, passt das Cover super zur Geschichte.

Meinung
Ruhelose Seelen ist der dritte Band der Ashes-Reihe und da es auch am Ende des zweiten Teils einen Cliffhanger gegeben hat, wollte ich natürlich wissen wie es weitergeht. Der Einstieg ist mir wie auch schon beim letzten Band schwer gefallen da es ein Jahr her ist als ich Tödliche Schatten gelesen habe. Ich wusste nicht immer gleich aus welcher Perspektive erzählt wurde was das Ganze nicht leichter gemacht hat. Nach und nach wurde es dann aber besser.

Alex ist auch in diesem Band die ganze Zeit in Gefangenschaft. Gleich am Anfang geht es spannend weiter und natürlich überlebt sie den Einsturz des Bergwerkes. Auch wenn der Fokus diesmal nicht so sehr auf ihr liegt, ist sie trotzdem immer noch die Hauptprotagonistin der Ashes-Reihe. Bei ihr gibt es aber im Laufe des Buches keine großen Veränderungen, alles plätschert so vor sich hin. Sie muss immer noch Tag für Tag zusehen wie die Veränderten andere Verschlingen und sie weiß immer noch nicht warum sie so merkwürdig auf Wolf reagiert.

Auch aus Toms Sichtweise wird wieder erzählt. Verzweifelt sucht er nach Alex und bringt sich dadurch in Gefahr. Weit kommt er aber leider nicht bevor er außer Gefecht gesetzt wird. In seinem Kampf mit einem Veränderten kommt dann zum Vorschein dass es mittlerweile Veränderte gibt, die mit Drogen dazu gebracht werden bis aufs letzte zu kämpfen und von einem Menschen gesteuert werden können. Da der Veränderte auf den Tom trifft so aufgeputscht ist, scheint Tom keine Chance zu haben.

Worüber ich mich sehr gefreut habe ist dass man als Leser in diesem Band erfährt was in der Zwischenzeit mit Ellie passiert ist, die im ersten Teil von Alex und Tom getrennt wurde. Die ganze Zeit über habe ich mich gefragt ob sie überhaupt noch lebt und ich hoffe auch nach diesem Band dass sie irgendwann wieder mit Alex und Tom zusammen kommt.

Der dritte Band der Ashes-Reihe ist wieder sehr brutal und an vielen Stellen wird es richtig eklig. Ich fand das Buch aber leider nicht ganz so spannend wie die ersten zwei Bände. Der Schreibstil von Ilsa J. Bick gefällt mir nach wie vor richtig gut und konnte mich überzeugen. Er ist jugendlich, flüssig zu lesen und schafft es einen in den Bann zu ziehen. Ich hätte mir nur gewünscht dass die Geschichte zwischendurch ein bisschen mehr an Fahrt aufnimmt, was aber dann bestimmt im letzten und vierten Band nachgeholt wird.

Fazit
Ruhelose Seelen ist eine gelungene Fortsetzung, die den ersten zwei Bänden an Brutalität in nichts nachsteht und die ich an alle weiter empfehlen kann, die auch schon Band eins und zwei gelesen haben. Ich bin gespannt auf den vierten Teil Pechschwarzer Mond, den ich auf jeden Fall auch noch lesen werde. Ich vergebe 4 von 5 Bücher. 

Dark Queen 1: Schwarze Seele, Schneeweißes Herz



Autor: Kimberly Derting
Verlag: Egmont INK
ISBN: 978-3-86396-017-9
Erschienen: März 2012
Seitenzahl: 368
Preis: 17,99€ [D]
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Inhalt
In dem von Aufständen erschütterten Königreich Ludania bestimmt die Zugehörigkeit zu einer Klasse, welche Sprache du sprichst – oder verstehst. Wenn du vergisst, wo dein Platz ist, kennen die Gesetze der Königin keine Gnade. Allein auf den Blickkontakt mit gesellschaftlich Höhergestellten steht die Todesstrafe. Die siebzehnjährige Charlaina – kurz Charlie – versteht alle Sprachen, jeden Dialekt. Eine gefährliche Fähigkeit, die sie schon ihr ganzes Leben lang verstecken muss. Nur in den illegalen Clubs im Untergrund der Stadt kann sie das für kurze Zeit vergessen. Dort trifft sie den geheimnisvollen Max, der eine Sprache spricht, die Charlie noch nie gehört hat, und der beinahe ihr Geheimnis entdeckt. Und als die Rebellen die Stadt schließlich überrennen, ist er es, der erkennt, dass Charlie der Schlüssel für ihren Sieg sein könnte. Doch für wen wird Max sich entscheiden, für das Mädchen, das ihn fasziniert, oder für seine Königin?
Quelle: Egmont INK

Erster Satz
Sobald das Mädchen das Zimmer betrat, begann die Luft zu knistern wie vor einen drohenden Gewitter.

Cover
Das Cover wirkt sehr düster und passt dadurch gut zur Geschichte. Es gefällt mir richtig gut und ist eigentlich wie fast alle Bücher von Egmont Ink Verlag ein Eyecatcher im Bücherregal.

Meinung
Nachdem ich so viel Positives über Dark Queen gehört habe, musste ich das Buch einfach auch lesen. Der Schreibstil ist jugendlich und deshalb leicht zu lesen. Die Seiten sind nur so dahingeflogen und ich war überrascht dass ich so schnell ans Ende gelangt bin. Die Grundidee der Geschichte hat mir gefallen. Erzählt wird hauptsächlich aus Charlys Sicht. An einigen Stellen sind es aber auch die Königin und Max, die uns aus ihrer Sicht der Dinge berichten.

Dark Queen spielt in einer Zeit in der alles sehr mittelalterlich wirkt. Die vielen Straßen und Gassen und auch das ständig Leute auf dem großen Platz erhängt werden, bestärken erst einmal dieses Gefühl. Es gibt ein strenges Klassensystem. Dazu gehören die Diener, die Kaufmannsklasse, die Adligen und die Könige. Jede Klasse spricht eine eigene Sprache. Die ganze Stadt wird durch zahlreiche Checkpoints gesichert.

Auf der anderen Seite gibt es Partys in stillgelegten Gebäuden, Elektrizität und Autos, über die aber nur die Privilegierten verfügen, was das Ganze etwas moderner wirken lässt. Außerdem gibt es auch stillgelegte U-Bahn-Schächte und viele Kinder werden nach Städten wie Paris und Brooklyn benannt. Darüber hinaus wird aber keine weitere Technik erwähnt. Dafür gibt es aber Magie. Diese besitzen allerdings nur die Frauen der königlichen Klasse. Deshalb ist es auch immer eine Frau, die regiert.

Charlaina, die aber von allen nur Charly genannt wird, ist die Hauptprotagonistin und gehört zur Kaufmannsklasse. Sie scheint ihr Herz am rechten Fleck zu haben und war mir von Anfang an sympathisch. Sie versucht sich immer an alle Regeln zu halten, man merkt aber auch sofort dass sie mit den Stand der Dinge in ihrer Stadt nicht zufrieden ist. Jeden Tag werden unschuldige Männer, Frauen und Kinder gehängt und Charly kann ihre Abneigung dagegen nie ganz verbergen. Am Anfang steht sie sehr im Schatten ihrer besten Freundin Brooklyn, was sich aber im Laufe der Geschichte noch ändert.

Charly hat eine Gabe. Sie kann jede Sprache verstehen, obwohl sie einige davon noch nie gehört hat und auch nicht sprechen darf. Eine der Regeln ist nämlich, dass jeder nur die Sprache seiner Klasse sprechen darf. Deshalb ist Charly immer darauf bedacht ihr Geheimnis zu bewahren. Auch ihre kleine Schwester hat eine Gabe. Sie kann andere heilen und später wird sie ihrer großen Schwester noch sehr damit helfen. Angelina scheint noch so klein und zerbrechlich zu sein das es einen das Her zerreißt was sie schon alles miterleben muss. Doch Angelina zeigt zum Ende hin ,dass sie auch sehr stark sein kann. Welche Rolle die Gaben der Beiden eigentlich spielt, erfahren sie stückchenweise im Laufe der Geschichte und es wird noch sehr spannend.

Die Königin ist eine Tyrannin und ich habe die Ganze zeit gehofft dass es jemanden gibt der dieser starken Frau das Wasser reichen kann. Ihre beiden Enkelsöhne Max und Xander sind das ganze Gegenteil von ihr und stehen schon lange nicht mehr auf ihrer Seiten. Max lernt Charly in seiner Disco kennen und zwischen beiden entwickelt sich eine Lovestory. Xander scheint einfach atemberaubend zu sein und dass er sich auf die Seite von Charly und gegen seine Großmutter stellt, ist natürlich noch ein weiterer Pluspunkt für ihn. Ich konnte auf jeden Fall verstehen was Charly an ihm findet.

Das Ende ist wirklich spannend und auch wenn zum Schluss noch einige Fragen offen bleiben, war es ein tolles Ende. Ich war danach zufrieden und konnte das Buch beruhigt  zuschlagen. Es gibt also keinen fiesen Cliffhanger und das ist wirklich mal erfrischend. Trotzdem hoffe ich dass auch der zweite Band auf Deutsch erscheinen wird und bin schon gespannt wie es weiter geht.

Fazit
Dark Queen ist ein gelungener Auftakt dieser Dystopienreihe. Es gibt eine tolle Lovestory, Spannung und eine neue Welt zu entdecken. Mir hat das Buch gefallen und deshalb vergebe ich 4 von 5 Bücher.



Old Souls 1: Die Keime



Autor: Julia Mayer
Format: Kindle Edition
Dateigröße: 441 KB
Seitenzahl der Print-Ausgabe: 236
Erschienen: November 2012
ASIN: B00ACHOFE8
Preis: 2,99€











Inhalt
Die Welt gerät aus den Fugen, als den Menschen das Erlangen der Wiedergeburt verwehrt bleibt. Die schwächsten Glieder der Gesellschaft werden gejagt – und auch Avery findet sich auf der Flucht vor ihrer eigenen Familie wieder. Mithilfe anderer Flüchtlinge versucht sie, sich ihre Freiheit zu erkämpfen und gerät dabei immer wieder aufs Neue an scheinbar unüberwindbare Grenzen. Für sie, die Keime, gibt es nur die Flucht und den wartenden Tod, während die übrige Menschheit nach dem ewigen Leben lechzt und durch den Mord an den Schwächsten die Wiedergeburt zu finden versucht. Eine Jagd nach Sinn und Menschlichkeit beginnt ...
Quelle: Julia Mayer

Erster Satz
Am Ende des Tages zählt die Realität nicht mehr.

Cover
Das Cover finde ich sehr schön. Das alles dunkel gehalten ist passt gut zu der düsteren Geschichte. Ich bin mir nur nicht sicher zu wem diese blauen Augen gehören.

Meinung
Das Cover sieht gut aus und der Klappentext verspricht einiges. Als ich das Buch angefangen habe zu lesen, war ich etwas verwirrt und brauchte eine Weile um mich in die Geschichte reinzufinden. Was aber nicht schlimm war, denn eigentlich bin ich dadurch neugierig geworden und wollte unbedingt weiter lesen um zu erfahren was das alles soll. Das Buch ist keine leichte Lektüre, denn die Autorin hat schon einen speziellen Schreibstil. Alles wird sehr detailliert beschrieben und der Schreibstil wirkt an vielen Stellen poetisch.

Im ersten Band von Old Souls liegt das Hauptaugenmerk auf Avery, aus deren Sicht auch überwiegend erzählt wird. Avery ist ein sehr ängstliches Mädchen, das ich wegen ihrer Geschichte, die sie bis jetzt miterlebt hat auch nachvollziehen konnte. Sie entwickelt sich im Laufe der Geschichte aber weiter und war mir die ganze Zeit über sympathisch. Sie gehört zu den Keimen, die sich in der ersten Phase des Seins befinden. Die letzte Phase die es gibt ist die Asche. Bis vor kurzem wurden alle nach dieser Phase wiedergeboren. Doch jetzt hat sich alles geändert und niemand weiß warum. Die Vorstellung, dass nun liebe Familienmitglieder nicht wieder zurück kommen, ist schlimm. Die Schuld daran wird den Keimen gegeben, da es von Ihnen viel zu viele gibt. Deshalb werden sie nun gejagt und ermordet. Avery ist eine davon und auf der Flucht. Sie kämpft nun jeden Tag um das Überlegen. Dabei ist sie aber nicht allein, denn begleitet wird sie dabei von Skar.

Skar ist ein Keim, genauso wie Avery. Skar hat einen Traum zu verdanken dass er auf Avery aufmerksam wurde. Da die beiden denken, dass sie zusammen die nächste Phase erreichen können, sind sie nun gemeinsam auf der Flucht. Skar ist geheimnisvoll, unnahbar und kalt. Auch wenn er noch ein Keim ist, scheint er trotzdem schon viel älter als Avery zu sein. Skar war mir überhaupt nicht sympathisch weil es mir nicht gefallen hat wie er Avery behandelt und ehrlich gesagt habe ich zwischendurch immer gedacht, dass er sich sowieso bald von ihr Abkapseln wird.

Es gab natürlich auch noch andere Charaktere in der Geschichte, wie zum Beispiel Cash, aus dessen Sicht auch ab und zu erzählt wird. Cash ist drogenabhängig und in seinem Leben dreht sich mittlerweile um nichts anderes mehr. Als er sich dann mit Avery und Cosima auf den Weg gemacht hat, dachte ich eigentlich, dass er sich zusammenraufen wird, hat er aber nicht und deshalb kann ich ihn gar nicht so richtig einschätzen. Cash befindet sich schon in der zweiten Phase, der Splitter. Dazu gehört auch Cosima. Aus deren Gesicht wird zwar nicht erzählt, aber trotzdem ist sie mir fast genauso wie Avery, ans Herz gewachsen. Cosima ist ein toller Charakter - selbstbewusst, hilfsbereit und sie würde Avery niemals im Stich lassen und das alles obwohl sie als Häscherin eigentlich die Keime jagt.

Avery und Cash sind nicht die Einzigen aus deren Sicht geschrieben wird. Ein wichtiger Part im Buch ist auch Eliza. Sie ist anscheinend diejenige, die für die vielen Morde verantwortlich ist. Eigentlich sollte man sie nicht mögen, aber in den Passagen, in der sie ihre Geschichte erzählt, zeigt sie eine sehr menschliche und gefühlsvolle Seite von ihr. Auch bei ihr ist es nicht einfach sie einzuschätzen. Außerdem gab es noch Passagen in der Geschichte, von denen ich bis jetzt noch nicht weiß, aus welcher Sicht sie erzählt wurden, ob diese Personen überhaupt real sind oder nicht. Ich hoffe das klärt sich dann im nächsten Band.

Die Grundidee der Geschichte finde ich gut. So etwas habe ich bis jetzt noch nicht gelesen. Allerdings ist es durch das fehlende Hintergrundwissen, das einem in der Geschichte erst nach und nach gegeben wird, schwierig in die Geschichte reinzukommen. Im Laufe der Geschichte erfährt man natürlich das Wichtigste, aber nicht alles, was sicherlich so gewollt ist, denn schließlich muss es ja auch einen Grund für weitere sieben Bände geben. Ich würde mir allerdings wünschen das man in den nächsten Bänden noch etwas über Avery und ihr Leben in Eurasien erfährt, wie denn ein Übergang in die nächste Phase überhaupt funktioniert und etwas über die Koryphäen.

Fazit
Die Keime ist der Auftakt der Old Souls Reihe. Durch den Schreibstil und das fehlende Hintergrundwissen am Anfang des Buches, ist es kein Buch für zwischendurch. Mir hat es aber trotzdem gefallen und deswegen vergebe ich 4 von 5 Bücher.



Ashes 2: Tödliche Schatten



Autor: Ilsa J. Bick
Verlag: INK
ISBN: 978-3-86396-006-3
Erschienen: August 2012
Seitenzahl: 576
Preis: 19,99€ [D]
Leseprobe: klick


Reihe: Ashes
1. Brennendes Herz
2. Tödliche Schatten






Inhalt
Den verheerenden Anschlag auf die Welt hat die siebzehnjährige Alex überlebt, aber nun muss sie sich den schwerwiegenden Folgen stellen. In den Städten, die nicht zerstört wurden, rotten sich diktatorische Tyranneien zusammen, in denen sich menschliche Abgründe auftun. Außerhalb der Schutzwälle droht der sichere Tod. Denn dort lauern Horden Jugendlicher, die sich seit dem Unglück in bestialische Kannibalen verwandeln. Und schließlich bleibt noch die Ungewissheit, ob Alex selbst noch zu so einem Monster mutiert. Warum sind ausgerechnet sie und ein paar wenige Ausnahmen von dieser Verwandlung bisher verschont geblieben?
Quelle: Egmont INK

Erster Satz
"Fubar" - so nannte es Jed.

Cover
Band zwei von Ashes ist wieder ein richtig schickes Hardcoverbuch und ist auch ohne Schutzumschlag ein Eyecatcher. Auf dem Cover ist auch schon wie im ersten Band Alex abgebildet. Ich habe aber leider immer noch nicht vergessen dass diese im ersten Band als rothaarig beschrieben wurde. Ansonsten finde ich das Cover aber wunderschön. Es passt sehr gut zum ersten Band, nur das diesmal warme Farben verwendet wurden.

Meinung
Nachdem mir der erste Band so gut gefallen hat und er am Ende so einen fiesen Cliffhanger hatte, wollte ich Tödliche Schatten natürlich auch sofort lesen. Nur leider sind dazwischen fast zwei Monate vergangen und der Einstieg in Band zwei ist mir komischerweise überhaupt nicht so einfach gefallen. Am Anfang habe ich alle Namen ducheinandergeworfen und zu meiner Verwirrung beigetragen hat dann auch noch, dass ich mir nicht gleich sicher war aus welcher Sicht die Geschichte erzählt wird. Diesmal ist es nämlich nicht nur Alex welche die Geschichte erzählt, sondern auch Tom, Chris, Peter und noch andere. Das gab es im ersten Band nicht und ist auf jeden Fall eine Veränderung, mit der ich gar nicht gerechnet habe. Ob dieser Wechsel der Erzählperspektiven gut oder schlecht ist, ist sicherlich geschmackssache. Mir hat es nach und nach richtig gut gefallen.

Alex trifft es in diesem Band ganz besonders schlimm. Trotzdem gibt sie aber nicht auf. Raus aus Rule, wird sie auch schon von den Veränderten erwartet und diese sind natürlich in der Überzahl. So dauert es nicht lange bis diese sie als Gefangene mitnehmen. Alex befindet sich in Band zwei überwiegend in Gefangenschaft und muss mit ansehen wie die Chuckies eine Beute nach der anderen auf brutalste Weise auseinandernehmen. Ich war stellenweise so angeekelt und so schockiert von diesen Beschreibungen das ich wirklich kurz überlegt habe ob ich mir das überhaupt weiter antun will. Aber das gehört nunmal zu dieser Geschichte und diese ist eigentlich durchgehend so spannend, dass man gar nicht aufhören kann zu lesen.

Das erste Kapitel in dem Buch wird aus Toms Sichtweise erzählt und man erfährt wie es ihm, nachdem er im ersten Band von Alex getrennt wurde, ergangen ist. Er wurde von Jed und seiner Frau aufgenommen und wieder gesund gepflegt. Auch diese beiden Charaktere lernt man gleich am Anfang kennen und auch aus ihrer Sichtweise wird kurz erzählt. Aber nur kuz, denn es dauert nicht lange bis auch ihnen ein grausames Schicksal wiederfährt und Tom wieder allein da steht.

Besonders das Schicksal von Peter hat mich dieses mal schockiert. So etwas schlimmes und grausames wie ihm in diesem Band wiederfahren ist, hatte bis jetzt glaube ich niemand anderes in dieser Reihe auszustehen. Was genau mit ihm passiert will ich euch hier aber noch nicht verraten. Wie können Menschen anderen nur solche Grausamkeiten antun?

Etwas das ich ein bisschen schade fand war, die Bedeutung der Hunde, die im ersten Band noch eine so große Rolle gespielt haben, ist diesem Teil etwas in den Hintergrund gerückt. Ilsa J. Bick hat es aber auch in diesem Buch wieder geschafft mich zu fesseln. Es war teilweise so spannend, dass ich es fast nicht mehr ausgehalten habe und es gibt wieder jede Menge detailreiche Beschreibungen wie die Veränderten ihre Mahlzeit auseinander nehmen.

Auch in diesem Band hat die Autorin ihren tollen Schreibstil beibehalten und konnte mich damit überzeugen. Viele Fragen wurden in Tödliche Schatten aufgeklärt, aber mindestens genauso viele waren am Ende des Buches auch wieder offen. Auf der einen Seite fand ich das Buch viel zu brutal und auf der anderen Seite war es einfach nur spannend. Es konnte mich auf jeden Fall in seinen Bann ziehen und auch die Charaktere konnten mich wieder zu hundert Prozent überzeugen. Also eigentlich kann ich euch das Buch nur weiterempfehlen.

Fazit
Eine gelungene Fortsetzung, die ich aber noch viel brutaler als den ersten Band empfand. Ein Muss für alle, die auch schon Brennendes Herz gelesen haben und nach diesem Ende muss ich auf jeden Fall auch den nächsten Teil lesen. Ich vergebe 4 von 5 Bücher.



Ich fürchte mich nicht

Autor: Tahereh Mafi
Verlag: Goldmann
ISBN: 978-3-442-31301-3
Erschienen: Juli 2012
Seitenzahl: 320
Preis: 16,99€ [D]
Leseprobe: klick
Inhalt


Ich habe eine Gabe. Ich bin das Leben. Berühr mich.
»"Du darfst mich nicht anfassen", flüstere ich. "Bitte fass mich an", möchte ich in Wahrheit sagen. Aber wenn man mich anfasst, geschieht Seltsames. Schlimmes.«

Ihr Leben lang war Juliette einsam, eine Ausgestoßene – ein Monster. Ihre Berührung ist tödlich, man fürchtet sie, hat sie weggesperrt. Bis die Machthaber einer fast zerstörten Welt sich ihrer als Waffe bedienen möchten. Doch Juliette beschließt zu kämpfen – gegen die, die sie gefangen halten, gegen sich selbst, das Dunkel in ihr. An ihrer Seite ein Mann, zu dem sie sich unaufhaltsam hingezogen fühlt. Ihn zu berühren ist ihr sehnlichster Wunsch – und ihre größte Furcht ...
Quelle: Goldmann

Erster Satz
Ich bin seit 264 Tagen eingesperrt.

Cover
Das Cover gefällt mit richtig gut. Die Frau auf dem Cover mit ihren blauen Kleid, das im Kontrast zu ihren Haare steht und das nach unten hin geschmeidig weiter läuft, sieht richtig gut aus. Im Hintergrund sieht man eine Stadt und davor nur dieses graue Pflaster. Das alles sieht sehr kalt aus und passt somit auch richtig gut zu den Beschreibungen im Buch.

Meinung
Nachdem ich schon so viel gutes über dieses Buch gehört habe, hatte ich auch sehr hohe Erwartungen an das Buch. Enttäuscht wurde ich zwar nicht, aber ich habe mir doch ein bisschen mehr Dystopie und eine weniger schmachtende Liebesgeschichte vorgestellt. Da ich solche kitschigen Liebesgeschichten aber mag hat mir das Buch trotzdem sehr gut gefallen. Erzählt wird aus der Sicht von Juliette. Der Schreibstil von Tahereh Mafi hat mir überwiegend auch ganz gut gefallen. Das einzigste das mich nach den ersten 50 Seiten wirklich angefangen hat zu nerven, waren diese durchgestrichenen Textpassagen. Am Anfang fand ich die Idee noch richtig gut, denn genau damit hebt die Autorin die Gedanken von Juliette hervor, die sie denkt und gerne aussprechen würde, sich aber nicht getraut und meistens genau das Gegenteil wiedergibt. Doch nach einer Weile gab es nach meinem Geschmack etwas zu viel davon. Das ging dann nach und nach aber vorbei, denn irgendwann wird dieses Stilmittel nur noch selten verwendet. Trotzdem finde ich ich die Idee wirklich gut.

Tahereh Mafi hat in dem Buch Ich fürchte mich nicht eine Welt erschaffen die mich voll und ganz überzeugen konnte. Genau so wie auf dem Cover abgebildet habe ich es mir auch die ganze Zeit vorgestellt. Alles ist grau und kalt, es gibt keine Natur mehr, keine Bäume und keine Tiere und somit natürlich auch nicht mehr genug zu essen für alle. Die Städte und Dörfer sind alle wie ausgestorben und an der Macht ist ein psychekranker gewalttätiger Anführer.

Mit diesem ist der Autorin, wie ich finde, ein faszinierender Charakter gelungen. Am Anfang fand ich Warner einfach nur abstoßend und grausam: wie er alle behandelt, seine Art über alles erhaben zu sein. Warner geht getrost über Leichen um an sein Ziel zu kommen und mit Juliette hat er sich ein neues Ziel gesetzt. Seine Faszination an Juliette und seine Gier sie auf seine Seite zu ziehen ist schon ziemlich krank und trotzdem schafft es Tahereh Mafi immer wieder Situationen zu schaffen,, die Warner für einen kurzen Moment menschlich und angreifbar wirken lassen. Genau diese Momente sind es, die einen doch dazu bringen Warner nicht ganz abgeneigt zu sein.

Juliette, die Hauptprotagonistin, hat eine Gabe in der Warner großes Potenzial sieht. Sie ist gezeichnet von ihrer langen Einzelhaft und Isolierung zur Außenwelt. Ihr Charakter ist so zerrüttet und kommt einen am Anfang psychisch labil vor. Sie entpuppt sich aber doch noch als starke Persönlichkeit, die um ihr Leben kämpfen will. Nicht nur in dieser Hinsicht ist sie stark, sondern auch ihre Gefühle bringt sie sehr stark zum Ausdruck. Auch bei ihr gibt es Momente in denen sie zögert und in Warner nicht nur einen mörderischen Tyrann sieht.

Adam spielt in der Geschichte eine wichtige Rolle. Er kennt Juliette noch aus der Schule und schon dort war sie eine Außenseiterin. Adam ist der erste den Juliette nach ihrer langen Isolierung als erstes wiedersieht. Es gab wenige Augenblicke in denen ich an Adams Gefühle für Juliette gezweifelt habe. Gezweifelt habe ich dann allerdings daran wo denn nun plötzlich seine große Liebe für Juliette her kommt. Es wird zwar erwähnt das die beiden sich schon länger kennen doch bis zu dem Zeitpunkt an dem Juliette weggesperrt wurde, haben die beiden noch nie ein Wort miteinander geredet und außer dem Wissen der Anwesenheit des anderen nichts miteinander zu tun gehabt. Das ging mir einfach ein bisschen zu schnell und dieses geschmachte war mir einfach viel zu schnell zu intensiv. Trotzdem wirken Adams Gefühle für Juliette echt und eigentlich stelle ich mir die Beiden als Paar richtig süß vor. Es gibt zwischendurch auch ein paar Neckerein zwischen ihnen bei denen ich sogar ein bisschen schmunzeln musste.

Fazit
Ein gelungener Auftakt einer neuen Buchreihe, der zum Ende hin aber noch so einiges offen und einen gespannt auf den nächsten Band warten lässt. Es gibt eine tolle Liebesgeschichte und jede Menge Spannung. Ich fürchte mich nicht konnte mich gut unterhalten und deshalb vergebe ich 4 von 5 Bücher.