Ich fürchte mich nicht

 
 
Autor: Tahereh Mafi
Verlag: Goldmann
ISBN: 978-3-442-31301-3
Erschienen: Juli 2012
Seitenzahl: 320
Preis: 16,99€ [D]
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Inhalt

Ich habe eine Gabe. Ich bin das Leben. Berühr mich.
»"Du darfst mich nicht anfassen", flüstere ich. "Bitte fass mich an", möchte ich in Wahrheit sagen. Aber wenn man mich anfasst, geschieht Seltsames. Schlimmes.«

Ihr Leben lang war Juliette einsam, eine Ausgestoßene – ein Monster. Ihre Berührung ist tödlich, man fürchtet sie, hat sie weggesperrt. Bis die Machthaber einer fast zerstörten Welt sich ihrer als Waffe bedienen möchten. Doch Juliette beschließt zu kämpfen – gegen die, die sie gefangen halten, gegen sich selbst, das Dunkel in ihr. An ihrer Seite ein Mann, zu dem sie sich unaufhaltsam hingezogen fühlt. Ihn zu berühren ist ihr sehnlichster Wunsch – und ihre größte Furcht ...
Quelle: Goldmann

Erster Satz
Ich bin seit 264 Tagen eingesperrt.

Cover
Das Cover gefällt mit richtig gut. Die Frau auf dem Cover mit ihren blauen Kleid, das im Kontrast zu ihren Haare steht und das nach unten hin geschmeidig weiter läuft, sieht richtig gut aus. Im Hintergrund sieht man eine Stadt und davor nur dieses graue Pflaster. Das alles sieht sehr kalt aus und passt somit auch richtig gut zu den Beschreibungen im Buch.

Meinung
Nachdem ich schon so viel gutes über dieses Buch gehört habe, hatte ich auch sehr hohe Erwartungen an das Buch. Enttäuscht wurde ich zwar nicht, aber ich habe mir doch ein bisschen mehr Dystopie und eine weniger schmachtende Liebesgeschichte vorgestellt. Da ich solche kitschigen Liebesgeschichten aber mag hat mir das Buch trotzdem sehr gut gefallen. Erzählt wird aus der Sicht von Juliette. Der Schreibstil von Tahereh Mafi hat mir überwiegend auch ganz gut gefallen. Das einzigste das mich nach den ersten 50 Seiten wirklich angefangen hat zu nerven, waren diese durchgestrichenen Textpassagen. Am Anfang fand ich die Idee noch richtig gut, denn genau damit hebt die Autorin die Gedanken von Juliette hervor, die sie denkt und gerne aussprechen würde, sich aber nicht getraut und meistens genau das Gegenteil wiedergibt. Doch nach einer Weile gab es nach meinem Geschmack etwas zu viel davon. Das ging dann nach und nach aber vorbei, denn irgendwann wird dieses Stilmittel nur noch selten verwendet. Trotzdem finde ich ich die Idee wirklich gut.

Tahereh Mafi hat in dem Buch Ich fürchte mich nicht eine Welt erschaffen die mich voll und ganz überzeugen konnte. Genau so wie auf dem Cover abgebildet habe ich es mir auch die ganze Zeit vorgestellt. Alles ist grau und kalt, es gibt keine Natur mehr, keine Bäume und keine Tiere und somit natürlich auch nicht mehr genug zu essen für alle. Die Städte und Dörfer sind alle wie ausgestorben und an der Macht ist ein psychekranker gewalttätiger Anführer.

Mit diesem ist der Autorin, wie ich finde, ein faszinierender Charakter gelungen. Am Anfang fand ich Warner einfach nur abstoßend und grausam: wie er alle behandelt, seine Art über alles erhaben zu sein. Warner geht getrost über Leichen um an sein Ziel zu kommen und mit Juliette hat er sich ein neues Ziel gesetzt. Seine Faszination an Juliette und seine Gier sie auf seine Seite zu ziehen ist schon ziemlich krank und trotzdem schafft es Tahereh Mafi immer wieder Situationen zu schaffen,, die Warner für einen kurzen Moment menschlich und angreifbar wirken lassen. Genau diese Momente sind es, die einen doch dazu bringen Warner nicht ganz abgeneigt zu sein.

Juliette, die Hauptprotagonistin, hat eine Gabe in der Warner großes Potenzial sieht. Sie ist gezeichnet von ihrer langen Einzelhaft und Isolierung zur Außenwelt. Ihr Charakter ist so zerrüttet und kommt einen am Anfang psychisch labil vor. Sie entpuppt sich aber doch noch als starke Persönlichkeit, die um ihr Leben kämpfen will. Nicht nur in dieser Hinsicht ist sie stark, sondern auch ihre Gefühle bringt sie sehr stark zum Ausdruck. Auch bei ihr gibt es Momente in denen sie zögert und in Warner nicht nur einen mörderischen Tyrann sieht.

Adam spielt in der Geschichte eine wichtige Rolle. Er kennt Juliette noch aus der Schule und schon dort war sie eine Außenseiterin. Adam ist der erste den Juliette nach ihrer langen Isolierung als erstes wiedersieht. Es gab wenige Augenblicke in denen ich an Adams Gefühle für Juliette gezweifelt habe. Gezweifelt habe ich dann allerdings daran wo denn nun plötzlich seine große Liebe für Juliette her kommt. Es wird zwar erwähnt das die beiden sich schon länger kennen doch bis zu dem Zeitpunkt an dem Juliette weggesperrt wurde, haben die beiden noch nie ein Wort miteinander geredet und außer dem Wissen der Anwesenheit des anderen nichts miteinander zu tun gehabt. Das ging mir einfach ein bisschen zu schnell und dieses geschmachte war mir einfach viel zu schnell zu intensiv. Trotzdem wirken Adams Gefühle für Juliette echt und eigentlich stelle ich mir die Beiden als Paar richtig süß vor. Es gibt zwischendurch auch ein paar Neckerein zwischen ihnen bei denen ich sogar ein bisschen schmunzeln musste.

Fazit
Ein gelungener Auftakt einer neuen Buchreihe, der zum Ende hin aber noch so einiges offen und einen gespannt auf den nächsten Band warten lässt. Es gibt eine tolle Liebesgeschichte und jede Menge Spannung. Ich fürchte mich nicht konnte mich gut unterhalten und deshalb vergebe ich 4 von 5 Bücher.



 

Kommentare:

  1. Schöne Rezi. Kann ich dir echt nur zustimmen.^^ Habe glaube auch 4/5 gegeben. :)))

    LG. :)

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  2. Wow klasse Rezi!
    Ich habe mir das Buch von meiner Schwester zu Weihnachten gewünscht, aber natürlich keine Ahnung, ob ichs auch bekomme. Ich möchte es aber auf jeden Fall unbedingt lesen.

    LG
    Lilly

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